Mai 1589.
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^^elmeister, alle des Raths. Uri. Ambrosius Piiutiner, Ritter, alt-Landammann; Ambrosius Lyrcr, desMilhs. Schwyz. Christof Schoruo, Ritter, Landammann nnd Pannerherr; Josef Keuel, des Raths. Untcr-Calden. Niklaus von Fliie, Landammann, von Obwaldcn; Melchior Lussi, Ritter, Landammann, «ud Jo-hannes Wascr, Ritter, alt-Landammann und Pauuerhcrr, von Nidwaldeu. Zug. Bartholomäus Meycuberg,^»»»ann; Kaspar Küug, Sckclmcister uud des Raths. Freiburg. Peter Krumenstol, Bürgermeister; Martin^attrau, Sckelmeister, beide des Raths. Appenzell. (Abwesend).
^ Dieser Tag wurde ausgeschrieben auf das Begehren des Herrn de la Motte, Gesandten der katholischenMmdesfürstcn und Stände in Frankreich, welche leztcrn eine» Aufbruch von l>W(> Mann in ihren Dienst^ünschkn. Nachdem man an den Gesandten verschiedene Fragen gestellt, wie die begehrten Truppen gehaltenbürden »nd waS man in Hinsicht ans die noch immer ausstehenden Zahlungen zu erwarten habe, nachdem>»c»> ferner ein Schreiben dcS französischen Ambassadors ans Svlvthnrn, vom 2. Mai, sammt andern Berichten(aus Estampes vom 14. April, ans Nancy vom 2g. April), verlesen, erwidert er, »ach Darlegung des ihmb°u den katholischen Fürsten, Städten und Ständen in Frankreich ausgestellten BollmachtbricfeS: Bei nächster^sauimlnng der Gencralständc in Paris werde eine Gesandtschaft an die katholischen Orte abgeordnet werden,">u mit ihnen die Abschließnng eines Bündnisses zu unterhandeln und über terminweise Abbezahlnng derSchulden sich mit ihnen zu.vereinbare»; die Bestallung der Hauptlcnte werde der Art sein, „inimaßen sy^'han mögcnt." Das wird in den Abschied genommen und dabei festgesetzt, daß der Herr Gesandte die Bc->allbriefe z„ Lncern aufrichte und jedem Ort, welches zur Bewilligung der Knechte stimme, zuschike, endlich,a>! jedes Ort seinen Entschluß binnen acht Tagen dem Herr» de la Motte mitthcile. I». Der Dccan des'arwaldstättcrcapitels stellt unter Mitwirkung des päpstlichen NuntinS das Gesuch, eS möchte wegen der dera holischei, Religion drohenden Gefahren wieder das große Gebet abgehalten werden. Man ist damit cin-b^standeii und beschließt, daß Lncern damit de» Anfang mache; zugleich soll jedes Ort ei» Mandat gegenilttdei, und Laster nnd gegen öffentliche Lustbarkeiten erlassen, damit daS Gebet von Gott erhört werde,^anzubringen. «. Der spanische Ambassador, Pompejus della Croce, übergibt die (ans Madrid von,^ Januar datirte) königliche Ratification des Bündnisses vom Jahr 1587 und bemerkt, die ans Oster»befallene Pension habe bisher wegen des Kriegs der Lutherischen gegen den Herzog von Savoycn nicht ans-ohlt werden können. Hierauf wird mit ihm Nüksprache genommen in Betreff der im königlichen Stipendium^ Moyland Stndirendcn; ferner wird Landammann Melchior Lussi an den König von Spanien abgeordnet,in Betreff des Bundesschwnrs, der versprochenen Hülfe nnd der Pensionen das Nöthige in Ordnung zu'"ücn. von Pressy nnd St. Alban, Ambassador des Herzogs von Savoyen, ersucht um die Bc-
>ÜUng von fiinf Fähnchen aus den katholischen Orten zum Schuze des savoyischen Gebietes und beschwerti über das Benehmen Berns gegen den Herzog und dessen Ambassadorcn. Wird ml inutruvminm genommen,^^bird Anzug gemacht, daß Bern nicht allein gegen die savoyischen Ambassadoren wider alles Recht »nd^ ^bgenössischen Namen zum Schimpf sich benehme, sondern auch die Boten der katholischen Orte durchsuche^ ihnen ihre Briefe wegnehme, Uri wird ersucht, lden Tag fiir den BnndeSschwnr mit Wallis an Lncer»wclden, damit die betreffenden Einladungen erlassen werden könne». Die im Wallis beim BnndeSschwnrseilen Boten der V Orte rühmen ihre gastfrcnndliche Aufnahme in Freibnrg. Das wird Freibnrg ver-^ ' I- (S. u. Mainthal). Georg Poccobello von Lanis wird eine Verwendung crtheilt an de» Herzog" Fcrrara in Betreff seiner Ansprache an einen dortigen Juden. Ii. (S. u. Thurgau). I. Luccrn, Schwyz