März 1S88.
werden, als daß noch der zehnte Theil verbleibe. Die, welche nicht ans gesagte zwei Termine ihre Betreffnisse5" entrichten hadc», sollen für dieselben dnrch "Unterpfänder Sicherheit und den Zins geben. Diese Moderationanch denen zn gute kommen, welche für ihre mehr als den zehnten Theil ihres Vermögens betragendeStrafe bereits Sicherheit gestellt haben. I». Hans Jscnflanim, der einer der ersten von denen gewesen, welchebor acht Jahren mit den Finningern conspirirt hat nnd doch bis zu Ausbruch des Aufruhrs im Rathc ge-blieben ist, würde man lieber in der Stadt Mühlhausen eingegränzt als auf österreichischem Boden sehen, wo^ doch i,„r Umtriebe gegen Mühlhansen macht; da aber der Rath berichtet, daß er sich daheim nicht ernährenldmie, ist dein Hauptmann befohlen worden, ihn, falls er nach unserer Wegfahrt wieder in die Stadt kvnnne,langen zu nehmen nnd das nnsern Obern zn berichten. «. Matthias Nein, Bernhard Wagner und UlrichKeller, welche auch beim aufrührerischen Haufen gewesen sind, aber am großen Malefiztag sich nicht gestellt^ttcn, werden angehalten, bei Urfehde zu schwören, erstens die ihnen auferlegte Buße innert den bestimmtenHelen bezahlen zn wollen, zweitens ohne Porwissen von Bürgermeister und Rath die Stadt nicht zu verlassen,Giltens auf keine Zunft zu kommen, sondern ehrlos nnd wehrlos zn sein bis auf der Stadt nnd des Haupt'"»»Iis Gnade. «I. Die Entschädigungsbcgehrcn des alt-Burgermcisters Peter Zieglcr nnd des alt-Stadt-schreibers Schillinger für erlittene Kosten, Gefängnis; nnd Schmach, des erster« im Betrag von 1353 Ubli Sch. und 3000 Kronen, des leztcrn im Belaufe von 4000 Kronen, können nicht berüksichtigt werden; siesollen zufrieden sein, daß sie dnrch die vier Städte bei'Eroberung Mühlhansens ans den Händen der Anf-ührer gerettet worden seien, „welche sie nechstcS Tags mit grosser Schmach ab der Welt gerichtet hellen," u. s. w.^"liegen mag die Stadt dem Schillinger an seine Kosten statt der geforderten 4000 Kronen zu Abschncidungbller Nachreden l00 Kronen nnd ebensoviel dem Ziegler ausrichten. Anch gegen die übrigen Näthc nndH'rgiw des gewesene» kleinen Hanfens, welche um Ersaz ihrer erlittenen Kosten ernstlich anhalte», verhältb'o» sich gleichen Motiven ablehnend, doch hat man ihnen das jczt nicht herausgesagt, sondern geant-wortet, wir wollen die Sache an unsere Ober» bringen, die werden dann ihren Entscheid dnrch unsere Eidlw"osscn von Basel ihnen schriftlich zukommen lassen. Die Summe der Ersazansprüche bclänft sich nach einem^"gereichten Verzeichnis; ans siebcnthalb Tausend Pfnnd, Basler Währung, I Unsere Eidgenossen von MühlHausen haben klagend angebracht, daß ihnen etliche Zinse ans dem Land Unterwaldcn unbezahlt ausstehen, „soGliche Soldaten vom rebellischen Hansen, ihrem Fürgcbcn nach, vcrbvtten dahin zn arbeiten," nnd begehrt, daßchncn ohne längcrn Verzug und Vorenthält diese Zinse verabfolgt werden. Das will Zürich, hinter welchem^ Hanptbrief liegt, bei Untcrwalden zu verschaffen suchen. K. Das Rathbegehrcn Mühlhanscns, ob es inhinein langwierigen Span mit denen zu Rhein die Österreichischen als Schiedlente annehmen könne, bleibt""6 Mangel an ausreichendem Bericht für jezt eingestellt. Ii. Ans gestellte Einfrage, wie es bezüglich der'w Auflaufe Einzelnen entwendeten nnd abhanden gekommene» Gegenstände u. s. w. gehalten werden soll, istf'r Entscheid, das; das, was im Aufruhr nnd Sturm entwendet worden, hin nnd weg ist, nicht mehr ge-ledert, dagegen das, was Einer bei dem Andern als das Seine findet, ihm wieder werden soll. Für den^ei», Gutem der Verwundeten und Kranken aus den Häusern der Bnßfälligen in das PfrundhanS
f den Spital gebracht worden, ist die Stadt Abtrag zu ihn» nicht pflichtig. I. Iber des Klaus Rappolts°h" Hab und Gut, das noch in keine Schazung gekommen ist, weil dieser bisher nicht auf dem Straf-fster stund, soll der Hauptmann eine Schazung anordnen, k. Der Finninger Laden (Kramgeschäft) zn^"sol soll da oben bleiben bis zum Ende der alten Finningcr. Weil mit der That kundbar ist, daß sie ihren