Oktober 15,87.
dem Nuntius »ach Mayland zu reiten, um für Erhaltung des CollegiumS daselbst und Berichtigung einigerAnstände zu sorgen. — Uri soll die nöthige Instruction ausfertigen. Obwalden macht Anzug „von ErHebung wegen deß säligen brnder Clausen Lychnams". — Daher wird der NuntinS ersucht, beim Papst anzu-halten, daß er dem neuen Nuntius Vollmachten hierüber ertheilc. t Es waltet ein Anstand zwischen denenvon Obwalden nnd denen von Nidwalden in Betreff der „Ritte" auf die Tagsazungen. Nidwalden begehrtdas Recht gemäß des Vicrwaldstätte-Bundes. Da man diesen Streit sehr bedauert, werden beide Obrigkeitengebeten, sich init einander brüderlich zn vergleichen; übrigens sei man jederzeit bereit, ihnen auf Verlangenfreundlichen Bescheid zu geben. Heimzubringen den Vortrag des Dekans, Kämmerers nnd anderer Priesterdes Vierwaldstättcr-Capitcls über die vom päpstlichen Legaten der Priesterschaft zugestellten Reformations-Artikel, die sie ganz zwekmäßig und zur Anfrechthaltnng der katholischen Religion dienend erachten, sammt derBitte, daß man sie bei Erhaltung dieser Verordnungen schirmen möge. (Die Artikel betreffen Erziehungtugendhafter Priester, Abschaffung der Priesterdirnen, Gevatterschaft, Gericht und Recht halten zwischen Geist-lichen nnd Weltlichen, „damit nit das geistlich vnder das weltlich gemischlet werde," n. A. m.). I». (S. u.Engelbcrg).
Man sche auch im Abschnitte Schirmortsangclegcnheiten:
Schirmvogtei Engelberg. >». Art. 2l.
»7.
Tagsaznng der katholischen Orte.
Luccrn. 1587, 1!>. Hclover.
Dtaatoarchiv Luccr» Lu«rner Absch. lZ. 22. ^ KaatuaSarchiv ^reibnrn.
Gesandte: Lucerm Heinrich Fleckenstein, Ritter, Schultheiß; Ludwig Pfysfer, Ritter, alt-Schultheißund Pannerherr; Niklaus Krns, des Raths. Uri. Johann Znmbrunnen, Ritter, alt-La»dammann; Ha»sJakob Troger, Ritter, Statthalter. Schwyz. Kaspar Abpbcrg, Landammann. Unter Wal den. JohannesWaser, Landammann und Pannerherr; Melchior Lussi, Ritter, alt-Laudammann, von Nidwalden. Zug>Oswald Meyeuberg, des Raths. Glarus. Hauptmann Balthasar Dolder, des Raths. Freiburg. Marti»Gottrau, Sekelmeister. Solothurn. HanS Jakob vom Staat, Stadtschreiber. Appenzell. Hans vo»Heimen, Landammann.
». Es wird für dringend nothwendig erachtet, sich in Betreff des Kriegs in Frankreich zu bcrathe»,namentlich wegen der dort befindlichen Eidgenossen und weil der König sich noch nicht deutlich erklärt hat, »ber im Verein mit den katholischen Fürsten gegen die Hugenotten zu Felde ziehen werde. Junker JakobWallier, Secretär des französischen Ambassadors, übergibt nun eine Menge Nachrichten über den Krieg u»dBriefe, welche den Eifer und Ernst der katholischen Bundesfürsten darthun. — Darauf wird an den Kö»>Sdie Bitte gestellt, er möchte die in seinen Diensten stehenden Eidgenossen für empfohlen haben. Auch an de»Oberst und die Hauptlente wird das Nöthige geschrieben. — Ungeachtet der Gesandte von Frciburg den Erlaßdes Schreibens an den König beanstandet, wird er doch der Dringlichkeit der Sache wegen und weil der