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5,1,a (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617
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Mai 15.87.

wozu er denselben zu gebrauchen vorhabe. Nun aber ergeben sich die Instructionen der Gesandten ungleich;denn einige wollen zuerst den Bescheid aus Frankreich abwarten, andere wollen die Sache noch vor die Lands-genicindcn bringen, wieder andere haben den Aufbruch bereits bewilligt, in der Hoffnung, der König werdedie versprochenen Zahlungen unfehlbar auf Johanni entrichten. Die Sache wird daher nochmals in denAbschied genommen, mit dem Auftrag, daß jedes Ort seinen Bescheid an Balthasar von Grißach so bald alsmöglich melde. Dieser wird schließlich um Aufschluß ersucht, ob der König die verlangten Fähnchen gemäßVereinung halten wolle oder nicht. Antwort: Weil es nur eine Garde, nicht aber ein ordentlicher Aufbruchsei, so seien sie auch nicht laut Vereinnng begehrt worden, werden aber gemäß derselben gehalten werden.

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Vermittlungsconferenz von zehn Orten.

Miihlhansen und Hlasek. 15.87, 24.-28. Mai (14. Mai a. K.)

><<int»nSai'ct>iu Sckaffhansen, Ktadtarchi« Miilllhansen, Wnningerlmch,

Gesandte: Zürich. Hans Keller, Obmann; Hans Escher, beide des Raths. Bern. Niklaus Manuel;Marquard Zehndcr, beide des Raths. Lncern. Jost Holdermcycr, Sekelmeistcr und des Raths. Schwyz.Sebastian Büeler, Sekelmeistcr und des Raths. Unterwalden. Kaspar Jakob, Landammann. Zug.Kaspar Bachmann, Stadtschreiber. Glarus. Jost Tschndi, Statthalter und des Raths. Basel. UlrichSchultheiß, alt-Burgcrmeister; Franz Rechburger, alt-Oberstzunftmeister; Jakob Oberried, Pannerherr; HansJakob Hofmann, des Raths; Christian Wnrstysen, Stadtschreiber. Solothnrn. Wolfgang Dcgcnschcr,Sekelmeistcr. Schaff Hausen. Georg Mäder; Alexander Keller, beide des Raths.

»». Die Gesandten der fünf evangelischen Orte Zürich, Bern, Glarus, Basel und Schaffhansen, nichtwissend, daß gegenwärtige Zusammenkunft auf den 14. (a. K.) verschoben worden, sind gemäß des AaranerAbschieds am 11. in Mühlhausen angekommen und vernehmen, daß Bürgermeister Ziegler in's Gefängnißgeworfen worden sei und durch peinliche Frage verhört werde. Demnach werden die Zwölf, welche» die sechsZünfte die Verwaltung des gemeinen Guts übergeben hatten, vorbcschieden und wird ihnen angezeigt, daßauch Gesandte der katholischen Orte nachkommen, werden, mit welchen vereint mau alle Mittel und Wege zurgütlichen Stillung der Unruhen versuchen werde. Sie werde» gebeten, inzwischen die Tortur gegen die Ge-fangenen einzustellen und ihnen, den Gesandten, den Zutritt zu denselben zu gestatten, um die Beschaffenheitder Anklagen gegen sie von ihnen selbst zu vernehmen. Da man von den Zwölf keine willfährige Antworterlangen konnte, indem sie vorgeben, vor allen Unterhandlungen die Ankunft der Gesandten der katholischenOrte abwarten zu wollen, und da sie der Bitten ungeachtet mit der Folterung Zieglers fortfahren, hat mansich dessen bei Veltin Fries und Hans Jscnflamm beklagt, welche sich entschuldigen, sie haben über die Ge-fangenen nichts zu befehlen und müssen der übrigen Eidgenossen Ankunft erwarten.

Montag den 25>. Mai (15>. Mai a. K.) stellen die Gesandten der fünf evangelischen Orte an die nuneingetroffenen der katholischen Orte die Bitte, sie möchten mit ihnen diese leidige» Unruhen beilegen helfen,theils ans christlicher Liebe, theils ihren Herren und Obern zu Gefallen und um Unruhen im Vaterlande zu