1932
Dritten des Namens, König zn Frankrych und Poland lobseliger Gedächtnuß, und den frommen fürsichtige»ersamen wysen Schultheißen und Rathen beider Stetten Bern und Solothurn, unseren getrüwen lieben Eid'gnossen, nß bewegenden Ursachen ein Tractat und Verkomnnß mit gwüsscn Gedingen und Konditionen gemachtund ufgerichtet worden, antreffend die Beschirmung und Erhaltung der Statt Genf und derselben zugehörige»Landschaft, in welichem Tractat vorbehalten ist, daß andere Ort der Eidgnoschaft und Zugewandte auch dar>»tretten mögind; und nun wir betrachtet, was gemeiner loblicher Eidgnoschaft dorau gelegen, daß ein StattGenf in dem Stand und Wesen verblybe, wie sy setzt ist, und daß niitzit eher den Friden, Rnw und Wolsta»^gmeiner Eidgnoschaft betrüben möchte, dann wann gcinelte Statt Genf, als die da ist ein Schlüssel und einsder fürnembsten Bollwerken der eidgnössischen Landen, in ein andere Hand fallen und in (den) Gwalt einesFürsten oder Potentaten, wer der wäre, kommen söllte, es wäre durch offnen Gwalt, Überfall oder in andere»Gstalt: daß wir hieruf uß frygem Willen und wolbedachtlich von der Begird wegen, so wir tragend, mitsangtden genannten unseren lieben Eidgnossen von Bern und Solothurn zu verhelfen zu dem, was zu gmeinei»Wolstand, auch Erhaltung und Beschirmung der gemelten Statt Genf, weliche uns mit Pündtnuß auch Z»'gethan ist, dienen mag, mit gnädigem Consens und Bewilligung des allerdnrchlüchtigisten großmächtigisten u»dchristenlichisten Fürsten und Herren, Herrn Heinrich des Vierten, Künigs zn Frankrych und Navarren, unsersallergnädigisten Herren und Pnndtsgnossen, und auch mit Vorwttssen der genannten unserer lieben Eidgnosst»von Bern und Solothurn, in den vorgemelten Tractat und Verkomnnß, in vorgedachtem eintnsent fünfhundertnünundsibenzigisten Jare ufgerichtet, ingetretten sind und denselbigen für uns und unsere Nachkommen »»^genommen habent, und nemend denselben Tractat an in Kraft diß Briefs, also daß wir darinnen begrifftund in allen Puncten, Konditionen und Clausnleii, so diser Tractat nswyst und vermag, verpflichtet und ve»bunden syn söllint und wellind, zn glycher Wys und nit minder dann als wann wir von Anfang und zu ^Zyt, als der Tractat gemachet und ufgerichtet worden ist, darinnen benamset und vergriffen wärind. Gelobetund versprechend hiemit by unseren guten Trüwen und Ehren, denselbigen Tractat in allem synein Jnh»^von Puncten zu Pnncten ze halten und dem jederzyt statt und gnng ze thund, Alles getrüwlich und nngef»^lich. Und deß zn wahrem veftcm Urknnd so haben wir unser Statt größer Jnsigel öffentlich henken lassen »»disern Brief. Beschechen den achtnndzwenzigisten Tag Angstmonats, von der Geburt Christi unsers Herrn undHeilands gezalt eintnsent sechshundert und fünf Jare.
Staatsarchiv Zürich, Acten: Genf (Concept).
In üor30 (von gleicher Hand): „Ist von RKth und Bürgeren abgehört und bestetiget worden Mitwochs den 23. Angusti Anno 1606-Eine Originalausfertigung fehlt in schweiz. Archiven.
Mit Datum 27. August 1995 aus Solothurn hatte der französische Gesandte Cauinartin (Le Fevre) erklärt, daß esKö nig angenehm sei, wenn Zürich dem im Jahr 1579 zwischen weiland Heinrich III. und den Orten Bern und Solothurn ZBeschirmung Genss abgeschlossenen Vertrage beitrete. Staatsarchiv Zürich, Acten: Genf (Original).
Gegenerklärung König Heinrich IV. 1605, 12. December.
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