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5,1,b (1872) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1587 bis 1617 : Herrschafts- und Schirmortsangelegenheiten, Beilagen, Anhang und Register
Entstehung
Seite
1860
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inn disser'Einung vnd Pündtnuß vergriffen ist, den Anderen verhesften oder verbieten, dann synen gichtig"vnd khnndtlichen Schuldner oder Gülten oder synen Bürgen, ! so darmnb gelobt vnd versprochen hatt. Deß'glhch soll onch ein jeder Theil dem anderen durch syne Stett, Schlosß, Land vnd Gebieth feilen Kouffsyner Notturfft zulasßen, doch nit wyter dann inn syne Land zugebruchen j vnd nit ferer zu verfhüren,also zu beidersydt die Strasßen offen vnd fryg halten ohn Vfsatz oder Beschwerung einicher nüwen Zölnanderer Vflegnng, sonder das zuhalten vnd Anbrüchen, wie von altem harkommen. Es j ist onch hieri»"eigentlich beredt, ob sich begebe, das dewederer Theil hinfür künsftigklich jemmermehr wyter sich zu Hcrre'bStetten oder Landen verbinden oder verpflichten Welten, das doch sollichs disser Einung unschädlich syn ! ^disse Enning vnd Pündtnns denselben Vorgan sölle. Ob onch bcid Theil saunnentlich inn Krieg vnd W'hdegegen Jemandts konnneu wurden,^ das dann dewederer Theil keinen Frid oder Bestand gegen denselb^beschließen s nach annemmen soll, der ander Theil sye dann onch darinnen verfasßet vnd begriffen. Wir ^obgenannten beid Theil haben onch Insonderheit vns zu allen Theilen vorbehalten das heilig römisch Rhvon deß Nychs ! wegen, vnd all Pündtnuß, Pflicht, Bnrgrccht, Einnng vnd Verstendtnnß, so wir vor bisse"'dato gegen Jemandts angenommen, beschlosßen vnd zugesagt habent, darzu alle andere Unsere Fryghciten, "tevnd Gerechtigkeiten, Brief j vnd Sigell, wie onch hiemit Fürstlicher Dnrchlüchtigkeit zu Östcrrych alle zeuorPundt vnser der zechen Grichten znstcndige Gerechtigkeit vorbehalten syn soll. Vnd inn dissen Dingen cille>habent wir zu beider- j sydt vßgescheiden vnd vnder vnns eigentlich beschlosßen, ob wir zu beidersydt über >oder lang zu Nutz vnd Gut vnns allen einhelligklich vnd gemeinlich zu Rath wurden, inn disser Piinduetwas zemehren, zemind- j eren ald zuenderen, das wir solliches Wollthun mögen einhelligklich nach vnscr>>Gfallen. Vnd hiemit soll diß eewig Vereinigung vnd Pündtnuß zu beidersydt für vns vnd all vnser eew'l!Nachkommen für- j baßhin zu künfftigen eewigen Zythen by vnseren Eeren vnd guten Thrüwen vnucrse ,vest vnd stedt belyben, thrüwlich also gehalten werden, ohn alle Gefherd. Wie dann jetziger Zyth inn v>wder Oberkeiten Anstatt j vnd in Nammen, mich volkoinnen empfangnen Bcuelch dissern Pnndt mitlicheu Eydtspflichten gschworen haben, benanntlichen die edlen, gestrengen, frommen, vesten, fürsichtige"wysen, als von vnnser s dero von Zürich wegen Herr Caspar Tomman, alt Bürgermeister, Hanns stt 'Pannerherr vnd deß Raths, vnd Gerold Escher, Stattschryber; denne von vnser dero von Glarnß VMelchior Hesßj, alt Landtamman, s Hanns Elmer, Seckelmeister, vnd Rudolfs Brunner, beid deß Raths;dann von vnser der zechen Grichten Herr Flurj Sprecher, Ritter, Landtamman vff Tauas, Caspar 'alter Landtammann zu Schiers vnd Sewis, > Hanß Lucj von Moß genannt Gngclberg, Stattvogt zu >veld. Vnnd deß Alles zu warem, eewigen, jemmerwerendem Vrkhlmdt so habent wir obgenannte beideZürich vnd Glarnß vnnser j Statt vnd Landtsinsigel, vnd wir Landtamman vnd Gmcinden der zechen Gr> idurch die edlen, vesten unsere lieben Millrath Johannsen Guler, Landtamman vnnsers Pnndts, Huuß 'von Moß genannt Gngel- s berg, Stattvogt zu Meienfeldt, vorgemeldt, vnd Andreaßen von Salis, ,Malantz, Vilsers Pnndts gewont Secretinsigell öffentlich lasßen hencken an disser Brieffen dryg glych^"^^" /die geben sind s zu Baden iin Ergönw vff Zinstag den achtenden Tag Herbstmvnats, nach der Geburt Ch"'vnnsers lieben Herren vnd Säligmachers gezalt fünsfzechenhundert vnd nüntzig Jare. s ^

An der Urkunde hangen wohlerhalten das große Siegel Altrichs an weiß-blauer, das große Siegel von GlaruS an weiß-roth-M^'AsiSiegel des Z-hng-richtebundes an blau-g-lb-r Seidenschnur, erster« beiden in gelbem, letzteres tn griinem Wachs. Abgetan» bei N'Bibliothek der schweizerischen StaatZkunde I. 2S3, Blnntschlt, schweiz. BnndeSstaatSrecht II. IVZ.