1858
Gcschrisft gebracht Und verfasset nach dem Rhatschlag vnd Bevelch der Herren Sprücheren durch Ncnwardten Cysat, Nitteren, der ^Stattschryberen zu Luccrn,
Diese beiden Bemerkungen rühren von Cysats Hand her. ^
An der Pergumenturknnde hangen wohlcrhaltcn in gleichen hölzernen Kapseln die zehn Siegel der Eingangs genannten Säzc. — AbgedruNBusinger. Geschichte Unierwaldens II. 474—482 nach einer andern ladschristiichcnl Vorlage, die am Schlüsse die Bemerkung enthält: „Dtser nss
Sontag qaasiinoelo 2t. Tag Aprill lbW an der LandtSgemeindt zu- Whl an der Aa bcstättet worden, wie hiernach am 21i! ganzen Blatt mit t:"»zu« finden."
6.
Bündniß der beiden Stände Zürich und Glarus mit den: Zehngerichtenbund in Hohen -Rhätte»-
ISStt, 18. September (8. alt. Kal.).
Staatsarchiv Niirich: Nrk. ZW.
Inn dem Nammen der Heiligen Dry gfaltigkeit, Gott Vatters, Sons vnd HeiligtGeists, Amen. Demnach by s voriger vnd jetziger Welt allwegen der Bruch, Sitt vnd Gwonheit gwcß^'das was je hoche Stcnd miteinanderen zu Wolfart ir vnd irer Nachkommen abgeredt vnd beschlossen, sv>^zu Vndcrrichtung vnd cewiger Ge- j dechtnus, den Künfftigen zu minderer Vergeh- vnd Zerstörligkcit ^Mentschen hinschlichender Sinnligkeit inn Gschrisft verfasßt, begriffen vnd hinderlasßcn werde. Wan»Landtamman vnd Neth, onch gantze s Gmeinden deß Pundts der zechen Grichtcn, als nämlich das LandtGlicht auf Tauas, das Landt vnd Glicht zum Clostcr inn Bredigöuw, das Landt vnd Glicht zu Castels ^Bredigönw, das Landt vnd Glicht zu Schiers j vnd Sewiß inn LZredigönw sambt dem Cappittelgricht,Gericht zu Malants, die Statt vnd Glicht vnd irer Zugehörden zu Meienveldt, das Landt vnd Gri^ ^Beluordt, das Landt vnd Glicht zu Churwalden, das j Landt vnd Glicht zu Sanct Petter inn Schanfickh,Landt vnd Glicht an der Langenwiß inn Schanfickh, an vns Bürgermeister, ftlein vnd Groß Neth der ^Zürich, wie onch an vnns Landtamman vnd offene Landts- s gemeind zu Glarus jetzt etwasschrifftlich so mnndtlich langen vnd begären lasßen, das wir sy glych wie ire gethrüwen lieben MittP»»^gnosßen den obern grauwen Pnndt vnd den Gottshußpundt (als j die vns durch ihre Abgesandte onchwegen eydt- vnd pnndtsgnossischer Whß gebetten) inn eewige Pnndtsverwandtschasft, onch zu wahre»vnd Pnndtsgnosßen vff- vnd annemmen Welten; was dann fürstliche s Dnrchlüchtigkeit zu Österrych bc ^ ^sygent sy nit änderst gsinnet, dann alles das, was sy derselben zuvor schuldig vnd znstcndig, eruolgc"lassen :c.; vnnd wir die beide Orth Zürich vnd Glarus vns wolbedachtlich erinnert, j sydtmale»vnsern lieben allten Eydtgnosßen den fünsf Ordten, als Luccrn, Vrj, Schwytz, Vnderwalden ob vnd »idt ^Kernwaldt vnd Zug sambt dem vssern Ampt von vilen Jaren har mit den obgenannten ander- ! enPündten inn hilflicher Verpündtnuß gestanden sind, vnd dieselbigen beid Pündt mit dem dryttenobermclten zechen Grichten wie ein Lyb verPflicht vnd zur Zyth der Roth denselben iren Mitpnndts- !den zechen Grichtcn mit thettlicher Hilff von Billigkeits vnd schuldiger Pflicht wegen Bystand erzeige»vnnd wir dieselben beid Pündt vff ir Mannng (nach Luth habenden Pnndts) mit gebiirlichem !verlasßen khöndten, vnd hiemit dem drytten Pnndt von den zechen Grichten (wann der glych nochvnns verstündet were) onch Hilf vnd Rettung bescheche, wie durch ergangnc Fhäl bcwyßlich, zu- ! de>»
Pnndt der zechen Grichten von vnns vnd anderen Ordten loblicher Eydtgnosschaflt onch von vileninn Schryben vnd Reden als Eydt- vnd Pundtsgnoßen genennt worden vnd sich gegen vnns de» ^Ordt- > en Ziirich vnd Glarus die Zyth hcro, Insonderheit inn allen fürgcfallnen Sachen so fründtlich ö