1856
glych Fürsten, Herren, Stett vnnd Ort oder sonderbar Personen für sich selbs eines Eerenmans zn söllich^'Dingen, es wäre zn Ritten oder Sätzen, selbs bcgerte, sol Mich j dersclbig, so eines sölliche begertc, synWaat haben einen synes Gefallens zn erkiesen vnnd zu ernamsen, es sye glych von ob oder nidt dein(ini Faal es von dein Ort Vnderwalden begert oder vff dasselbig fiele) vnnd der ander Thcil j allsdann dari""kein Beschwärd machen oder Antrag thnn. Wann aber ein Ritt inn gemein von den Ortten loblicher Eydt'gnoschafft angesehen würde, da lassen wir es blyben bei dem, wie es die Parthygen vntzhar gebrncht vnnd stsich selbs > erlüttret, das sy zn beiden Theilen schicken mögent. So vil nun die Hanptmanschasften in frönibd^Fürsten vnnd Herren Kriegsdiensten belangt, dicwyl söllichs Fürsten vnnd Herren oder Stendt betrifft, soVffbrnch thnnd vnd die j Zal oder Vßthcilung der Fendlinen vnnd Hanptmanschasften zu denselbigen st"vnnd die Parthygen sich auch vntzhar in disen Fälen wol mit einandren verglychen, so lassend wir es by de"'selbigen auch blyben. Aber der fryen Fendlinen halb j können wir anch kein Gsatz noch Ordnung gebe"'sittenmal es auch inn der Fürsten oder Herren, so den Vffbrnch thnnd, Hand oder Gwalt staat. Dernung halb mit Besatzung der Paner vnnd Hauptmanschafft in das Feld inn Nötten > deß Vatterlandcs, d>^wyl die Parthygen desselbigen gegen einandren wol zufriden vnnd kein Span darumb ist, so lassenauch by demselbigen blyben. Jedoch diewyl stäts sorgkliche Zytt vnnd gefärliche Loüff ynrysent, sähe vns f"^thüenlich an, das die Herren ob dem Wald auch einen Panerherren setzen mögen, des; Erachtens, daßHerren nidt dem Wald sölches anch wol lyden vnnd zulassen mögen. Vnnd so dann noch Vßwysnng dcrselb>g^irer Landtsordnung ! by den Herren ob dem Wald der Panerherr gesetzt, allsdann der Hanptman byHerren nidt dem Wald auch gesetzt werde lnt der Ordnung vnnd wie sy sich dessen noch wytter mit ein»" ^verglychen möchten, damit man sich im Faal j der Rott destobas versehen vnnd zehalten wüßte;wölkend wir inen alls den Hochvcrstcndigen sölliches zu beiden Theilen heimgesetzt haben. Vnnd w»»" ^söllicher Hanptman vnnd Panerherr gesetzt werdent, söllend j sy auch zu allen Rhätcn gan, bysyn, handle» ^rhatschlagen helffen, es sye daheim oder im Feld, wie es dann by andren Orten anch beschickst. Del»"antreffent die Besiglnng, diewyl die Parthygen inn j zwo vndcrschydenliche Oberkeitten abgetheilt,ir eigens Landtssigel, anch ir eigen Regiment vnnd Nhäät hat, so lassend wir es by dem, was die Bcpgirer Landtssachen belangt, blyben wie sy es bißhar gebrncht, j was aber Besiglnng der Pündtnnsst" ^Fürsten vnnd Herren vnnd derglychen Sachen antrifft, sölle es denen, so vmb die Besiglnng »verbeut,gesetzt syn, ob sy sich deß Sigels ob dem Wald allein benüegen oder beide Sigel j haben wölle»
Wann sy nun beider Siglen begertend, mögent dann beid Theil siglen, wo aber sy allein deß einzige»ob dem Wald begertend, sol es daby anch blyben. Belangende die Ordnung mit An- j nemmuilg de"lütten, da die Parthygen selbs anzeigt vnnd anred, das vor etwas Jaren ein Vertrag vnnd Verg b^^zwiischen inen beschehen, lassend wir es daby auch blyben, vnnd im Faal dasselbig vor iren Ecrenlandtsg" ^den noch j nit bcstät oder sonsten darinn noch etwas zu verbesseren wäre, mögen sy das noch thnn.söllent die, so angenommen werden, in die Büecher an beiden Orten ordenlich vnnd slyßig yngeschriebe» ^vnnd jede Oberkeit, was sy annimpt, j der anderen anch angcnds zu wüssen thnn. Verender»»l!ligender Güetteren gegen Frömbden vssert Landts, diewyl sy die Parthygen ein gntte Ordnung vnndheitten gegen einandren, anch alte Briefs darumb habent, wölliche Briefs j inen anch vorbehalten! """lassent, darinn noch Gelegenheit der Zytt vnnd irer Sachen Enderung oder Verbesserung znthnnd, ^
es by demselbigen anch blyben. Vnnd so darinn noch etwas wyttcrs zn erlüttcrcn von Nötten, wöllc»