Druckschrift 
Das pflichtmäßige Andenken an würdige Religions-Lehrer : eine Predigt bey der Amts-Niederlegung des Herrn Predigers Johann Wilhelm Janssen gehalten am 27. Junius 1802 in der reformirten Kirche zu Düsseldorf ; nebst einigen angehängten Notizen über die allmählige Entstehung und fernere Ausbreitung der dortigen reformirten Gemeinde und einem Verzeichnisse aller Prediger derselben von 1584 bis 1802
Entstehung
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68entdeckte allmählig an seinem Körper, der sonst ei-ner der stärksten gewesen war, Spuren der Wasser-sucht. Hiermit verband sich in dem Jahre 1782die Schiatik, welche ihm nahmenlose Schmerzenverursachte. In dem Jahre 1790 überfiel ihn öf-ters Nasenbluten, so daß er zuweilen schleunig dieKanzel verlassen, und sein Amtsgenosse für ihn auf-treten mußte, welches dieser auch immer gern undwillig that.Der Abnahme seiner Kräfte ungeachtet reisteBrummer noch 1791 zur Classical=Versammlungnach Obercassel. Den 16. October Nachmittagsdesselben Jahres predigte er zum letzten Mahle überdie 12. bis 14. Frage des heidelbergischen Katechis-mus. Seine vormittägige Predigttour am 23. Oc-tober mußte er noch den Sonntag Morgen umUhr seinem Amtsgenossen übertragen. Seit dieserZeit betrat er die Kanzel nie wieder. Seine Kräftenahmen nun immer mehr ab, und die Gelbsuchtzeigte sich völlig. Der gänzlichen Schwäche unge-achtet katechisirte der gewissenhafte Brummer dochzuweilen noch, und bereitete selbst einige Confirman-den zur Ablegung des Glaubens-Bekenntnisses vor.Diese feyerliche Handlung verrichtete er selbst imJanuar 1792, obgleib sitzend, auf seiner Studier-stube. Sie dauerte von 4 Uhr des Nachmittags,bis beynahe 7 Uhr des Abends, und war seine letzteAmts⸗Verrichtung. Den Winter brachte der Krankeziemlich abwechselnd, aber doch erträglich zu. Sei-nem Amtsgenossen wollte er aus inniger Anhänglich-ben mit einem schweren Steine gefährlich am Kopfe verwun-det. Der Thäter ward bald nachher entdeckt, und das Ge-richt both dem Prediger alle Genugthuung an. Der edleMann lehnte diese großmüthig ab, und begnügte sich damit,den ungezogenen Knaben vor ähnlichen Boßheiten für dieZukunft zu warnen