61Die erste Predigt hielt er den 5. April 1750 zu Hiss-feld einem Dorfe bey Dinslacken. In dem April1752 wurde er von der Duisburger Classe in derKirche zu Duisburg examinirt, und durch ein rühm-liches Zeugniß den Classical=Kandidaten beygesellt.Noch in demselben Jahre ward ihm die Aussicht aufdie Prediger-Stelle zu Gatrop bey Dinslacken er-öffnet. Weil er aber erst kürzlich Kandidat gewor-den war, so suchte er diese abzulehnen, und zog ihreine vierteljährige Reise nach Holland vor, auf wel-cher er mit Grund hoffen konnte, sich in seinemFache zu vervollkommnen.Den 7. Julius 1755 trat er die Stelle alsHofmeister des einzigen Sohnes des Kammerdir-tors von Münz zu Cleve an. In dem angenehmenund lehrreichen Kreise dieser achtungswerthen Fa-milie verlebte unser Janssen seine Tage vergnügtund nützlich zugleich. Nur in der letzten Zeit sei-nes dortigen Aufenthaltes ward die Ruhe dieses Krei-ses durch den sich auch in diese Gegend verbrei-tenden siebenjährigen Krieg zuweilen unterbrochen.Daher hielt sich auch Janssen mit seinem Zöglingenach dem Einmarsche der Franzosen in Cleve 1757mehrentheils in Nimwegen auf. Den 8. Februar1756 hätte er bey einem Erdbeben durch den Ein-sturz eines Kamines beynahe sein Leben verloren.Den 15. Junius 1757 wurde er ganz einhällig zumPrediger der Gemeinde zu Brienen, eine Stunde
Druckschrift
Das pflichtmäßige Andenken an würdige Religions-Lehrer : eine Predigt bey der Amts-Niederlegung des Herrn Predigers Johann Wilhelm Janssen gehalten am 27. Junius 1802 in der reformirten Kirche zu Düsseldorf ; nebst einigen angehängten Notizen über die allmählige Entstehung und fernere Ausbreitung der dortigen reformirten Gemeinde und einem Verzeichnisse aller Prediger derselben von 1584 bis 1802
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