57wurde 1755 vollendet. Die Lieder, welche jetzt denersten Theil unseres Gesangbuches ausmachen, wur-den 1759 eingeführet.Der Prediger Wülfing zeigte allmählig einegroße Vorliebe für die neue Ronsdorfische Secte,und wurde hierdurch sowohl, als durch einige an-stößige Predigten, und unterlassene Amtsverrichtun-gen mit der Gemeinde in Streitigkeiten verwickelt,die bey der Classe und Synode anhängig gemacht,und endlich den 15. Februar 1745 durch die Mo-deratoren beygelegt wurden. Zum Glück für unsreGemeinde wurde Wülfing schon den 24. Juniusdesselben Jahres nach Solingen berufen. Er hieltseine Abschieds-Predigt über 1. Korinth. XVI, 22.und wäre noch bald zuletzt wegen seines Dimisso-rials in neue Händel mit dem Consistorium ver-wickelt worden.Als Wülfing endlich von Solingen ſogar nachRonsdorf selbst berufen wurde: so ergab er sich ganzder neuen Secte und ward einer ihrer vorzüglichstenAnführer und Verbreiter. Dieß zog ihm nun dieEntsetzung von seinem Predigt=Amte und ein jam-mervolles Alter zu, in welchem er mit seiner Hän-de-Arbeit nur kärglich sein tägliches Brot ver-dienen konnte.An Wülfings Stelle wurde den 31. Julius1743 Johann Triesch, Prediger in Gemündgewählt, welcher den Beruf annahm; den 11. Oc-
Druckschrift
Das pflichtmäßige Andenken an würdige Religions-Lehrer : eine Predigt bey der Amts-Niederlegung des Herrn Predigers Johann Wilhelm Janssen gehalten am 27. Junius 1802 in der reformirten Kirche zu Düsseldorf ; nebst einigen angehängten Notizen über die allmählige Entstehung und fernere Ausbreitung der dortigen reformirten Gemeinde und einem Verzeichnisse aller Prediger derselben von 1584 bis 1802
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