—34Schon in dem Jahre 1568 war zu Düsseldorfeine reformirte Gemeinde; es wurde vor derselben öf-fentlich gepredigt, und die Sacramente ausgetheiltbis zu dem Jahre 1570, in welchem die auf Aegi-dius Mommer, fürstlichen Rath und beyder RechteDoctor den 7. May gehaltene Leichenrede die letzteoͤffentliche Predigt war, welche bis zu dem Jahre1609 gehalten werden durfte. In diesem Zeitpunktewurde die Gemeinde bald durch benachbarte, balddurch eigne Prediger in der Stille bedient.Zu den letzten gehört Petrus, von wel-chem weiter keine Nachrichten vorfindlich sind, undder von 1584 bis 1592 die Gemeinde belehrte.Auf diesen folgte Johannes Gos-mannus von 1593 bis 1596. Den 7. Juniusdes Jahres 1594 waren schon Deputirte von Düs-ſeldorf auf der Synode zu Elberfeld.Gerdes Hist. Reform. Tom. II, 180=185. Melchior Adamiin Vir. Theol. pag 178. Weismannus Hist Ecclesiast.pars poster pag. 128 = 130.Von Steinen in seiner Reformations=Geschichte des Her-zogthums Cleve Seite 15-19. Myconius, vorhin Mecum ge-genannt, war geboren zu Lichtenfels in Franken den 26. Dec.1491, ward 1510 Franciscaner zu Annaberg und nachherChurfürstlicher Hofprediger, er wohnte dem Convente zuSchmalkalden bey, hielt eine Kirchen=Visitation durch Thü-ringen, und starb zu Gotha den 7. April 1546.*) Wahrscheinlich ist Petrus nur der Vernahme dieses Man-nes, nach einem eben nicht ganz seltenen Brauche der da-mahligen Zeit.
Druckschrift
Das pflichtmäßige Andenken an würdige Religions-Lehrer : eine Predigt bey der Amts-Niederlegung des Herrn Predigers Johann Wilhelm Janssen gehalten am 27. Junius 1802 in der reformirten Kirche zu Düsseldorf ; nebst einigen angehängten Notizen über die allmählige Entstehung und fernere Ausbreitung der dortigen reformirten Gemeinde und einem Verzeichnisse aller Prediger derselben von 1584 bis 1802
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