32älteste Prinzessin Sibylle (geboren zu Düsseldorfden 17. Junius 1512) wurde in dem Jahre 1527den 2. Junius zu Torgau an Johann Friedrichan Erasmus beygefügt, und Prinz Wilhelm schrieb mit ei-gener Hand hinzu: Salutator manu mea Guilielmi junioris ducis. Heresbach war, wie man auch schon aus dem vo-rigen schließen kann, Erasmus vertrauter Freund. Nach dessenTode (+ Basel 12. Julius 1536) errichtete Heresbach mitPhilipp Melanchthon genauere Freundschaft. Beyde Männerwaren sich von Seiten der Gelehrsamkeit und des sittlichenCharacter so ziemlich ähnlich. Durch Heresbach erhieltMelanchthon großen Einfluß am herzoglichen Hofe. Nach demTode des Herzogs Johann (✞ 9. Februar 1539) bekam He-resbach den größten Einfluß in die wichtigsten Staatsge-schäfte bey seinem Nachfolger dem Herzoge Wilhelm. Ausdessen Auftrage wohnte er auch 1540 dem Religionsgesprächein Worms bey. Heresbach diente dem herzoglichen Hause50 Jahre hindurch mit unermüdetem Eifer, wünschte inseinem hohen Alter der öffentlichen Geschäfte überhoben zuseyn, und widmete seine letzten Jahre ganz seinen Lieblings-Wissenschaften. Heresbach war geboren den 2. August 1496auf einem Familiengute dieses Nahmens. Jöcher sagtdaher unrichtig: „er war geboren zu Heresbach, einem sei-„ner Familie zugehörigen und in dem Herzogthume Clevegelegenen Dorfe". Dieses Heresbach ist kein Dorf, son-dern nur ein einzelnes Gut; es liegt nicht in dem Her-zogthume Cleve, sondern in dem Herzogthume Berg, undzwar zwischen der Schöllersheide und der Haaner-Furth ohngefahr eine Stunde von Mettmann in einemThale und wird noch bis auf den heutigen Tag die Hees-beck in der gemeinen Sprache der dortigen Gegend genannt.Noch jetzt finden sich Spuren in der Nähe dieses Gutes,
Druckschrift
Das pflichtmäßige Andenken an würdige Religions-Lehrer : eine Predigt bey der Amts-Niederlegung des Herrn Predigers Johann Wilhelm Janssen gehalten am 27. Junius 1802 in der reformirten Kirche zu Düsseldorf ; nebst einigen angehängten Notizen über die allmählige Entstehung und fernere Ausbreitung der dortigen reformirten Gemeinde und einem Verzeichnisse aller Prediger derselben von 1584 bis 1802
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