Schon damahls, als dieser Euer würdiger Re-ligionslehrer den Vorstehern unsrer Gemeinde dieEntschließung bekannt machte, daß er, wegen zu-nehmender Schwäche des Alters, sein Amt nieder-legen müsse, schon damahls stockte seine Zungeund Thränen der Wehmuth hemmten den Fluß sei-ner Rede. Daher besorgte er eine noch stärkereRührung und eine, daraus entſtehende, Unterbrechungder Andacht, wenn er sich öffentlich von derganzen Gemeinde hätte trennen wollen.Mir ist demnach der Auftrag zu Theil gewor-den, in dem Nahmen meines geschätzten Amtsge-nossen, Euch seine lezten Wünsche und Bitten vor-zutragen, und Euch für die Liebe zu danken, dieIhr ihm erwiesen habt.Ich nehme diesen Auftrag an, weil Pflicht undFreundschaft es gebiethen, ob ich gleich gern gestehe,daß die Ausführung desselben auch meinem Her-zen nicht wenig koſtet: ꝺenn ich lebte beynahe zehnJahre in der engsten collegialiſchen Verbindung mitdem Manne, dessen Nahmen ich in dieser Stundeso oft werde nennen müssen; auch ich trenne micheben so ungern von ihm, als Amtsgenossen, als IhrEuch von ihm, als Lehrer, trennt. Doch! die Vor-sehung hat entschieden; das Loos ist geworfen, esheißt — Trennung!! Wir wollen uns erge-ben in den Willen des Allweisen. Als Lehrer desChristenthums habe ich aber neben jenem Auftrage,
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Das pflichtmäßige Andenken an würdige Religions-Lehrer : eine Predigt bey der Amts-Niederlegung des Herrn Predigers Johann Wilhelm Janssen gehalten am 27. Junius 1802 in der reformirten Kirche zu Düsseldorf ; nebst einigen angehängten Notizen über die allmählige Entstehung und fernere Ausbreitung der dortigen reformirten Gemeinde und einem Verzeichnisse aller Prediger derselben von 1584 bis 1802
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