fordert, mit Verschleierung der Gegenkräfte, die das Lebenzu seiner Erhaltung so nötig braucht wie Frieden, Ruhe undVersöhnung, ersehnen sie die ungefährdete, die risikoloseWelt, wo jeder Schwache, der sanft und listig einhergeht,besser zu seinem Rechte kommt als der Starke, der Raum fürdie Auswirkung seiner Kräfte braucht, wo jeder Zage, dersich einfügt, besser zu seinem Rechte kommt als der hel-dische Mensch, der um großer Ziele willen sich und die Seinenin Kampf und Opfer führt, wo jeder Kranke und Schiefe, aufVerständnis und Schonung pochend, besser gedeiht als derGesunde und Gerade, dem die Bewegung seiner Glieder ver-wehrt ist, und der für das seichte Glück der Vielen Stolz undFrohmut seines blühenden Leibes verzehren soll. Was machtaber jeden Edlen, was macht den Rhein zum fruchtbarenund zum schönsten Strom ? Daß er Berge durchstößt, Ebenenbezwingt, daß er stolz und herrscherlich ist, trotzig und stark!Jene aber wollen den Strom unseres Volkes im Sande derMenschheit versickern lassen, sie sehen schon heute in derInternationalisierung des Rheines den ersten Schritt zum neuenEuropa, zur Internationalisierung aller Flüsse und StraßenEuropas und hören das Lachen der Nachbarn nicht überdeutsche Narren, die in Deutschlands Schmach das erste Opferauf dem Wege zur Vollendung der Menschheit sehen: Deutsch-land bliebe das einzige Schaf, das auf dem Herde der Mensch-heit geopfert würde, und die übrigen Völker setzten sich hin„zum lecker bereiteten Mahle". „Der Wilde", schrieb Freiherrvom Stein an Pertz, „der sein Weib und Kind mit ruhigerFreude liebt und für seinen Stamm wie für sein Leben mitbeschränkter Wirksamkeit glüht, ist ein wahreres Wesen alsjener gebildete Schatten, der für den Namen des ganzen Ge-schlechtes, das ist für einen Namen, glüht. Das verschwammteHerz eines Kosmopoliten ist eine Hütte für niemand." Wirmußten diese Menschart sorgsam von unseren Denkern undWeisen scheiden — von unsern Tätern sind sie geschieden! —•,daß ihre begriffliche Leere und blutleeres Grübeln sich nicht
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