43nicht geringe Zahl Mannspersonen sich des Ehever-sprechens nur in der Absicht bedienet habe, um dadurchdesto eher und gewisser zum fleischlichen Genuß zu ge-langen.§. 56.Eben diese Klasse treuloser Mannspersonen, be-kümmert sich aber, nachdem sie ihren Zweck erreichthat, wenig um ihr gegebenes Wort, es mag der Bey-schlaf eine Beschwängerung zur Folge gehabt habenoder nicht; viele sind gar so niedrig denkend und ge-wissenslos, daß sie, wenn's auf die Extremität an-kömmt, selbst bey den Gerichten eidlich zu versichern,kein Bedenken tragen, die Geschwächte nie fleischlichanerkannt zu haben, — andere handeln zwar in etwaredlicher, indem sie eingestehen, mit der Beschwänger-ten fleischlichen Umgang gehabt zu haben, alleinsich doch zur Ehe nicht bequemen wollen, indem sieentweder das unter vier Augen gegebene Eheverspre-chen läugnen, oder wenn dies nicht, doch wenigstensvon der einzugehenden Ehe nichts wissen wollen. Einzu erlaßendes Gesetz, welches alle heimliche oder Win-keleheversprechungen, für unverbindlich erklärte, wür-de also, wie es leicht einleuchtet, den glücklichen Er-folg haben, daß das weibliche Geschlecht nicht mehr,durch unter vier Augen gemachte Eheversprechungen,zum Beyschlaf veranlaßet, und daß es überhaupt mitder Keuschheit nicht so leichtfertig mehr verfahren wür-de,
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Mittel und Vorschläge wodurch ... dem Verbrechen des Kindermordes vorgebeugt ... werden würde ...
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