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schönste und zugleich einfachste Rhythmus der Dreiteilung beherrscht dann weiter diegrossen Wandflächen und löst sie zu klar überschaulichen Gruppen, während die Drittelselbst wieder wechselnd durch Kreisfüllungen oder Drei- und Vierteilungen geordnetsind. So enthält das Mittelstück der Eintrittswand das Tempera-Triptychon „Die Weiheam mystischen Quell". Vor dem abendroten Himmel hinter dem düsteren Berge, zwi-schen rotvioletten Hyazinthen und blassen Rosen in tiefgrünen Kugelbüschen knietbleich und geschlossenen Auges, den schmalen Goldreif um die Stirn, in purpurnesSchwarz gekleidet der Dichter und empfängt von der gekrönten Priesterin im broka-tenen Mantel den Trank aus dem heiligen Quell. Vor den schlanken Stämmen am See-rand schweben die Genien der Klänge und Düfte, ein einziger Akkord der zartestenTöne, während um den Goldtempel, in dessen blauer Wölbung die Schale des Spring-quells steht, dessen Fliesen, Säulen und die grossen Doppelflügel der hohen Ei-Bogen aus Gold und Rubinen die ^\^ chentüren, die selbst mit Gold-Zeichen der geheimen Wissen- ^^^^f Y^^^w stäben, mit geschnitzten ReliefsSchäften zieren, die Engel SyZ^ / \ ^^^ singender Mädchen, mitin schweren Gewändern /^ l/ x/^*\ \ x\, bronzenen Klinken und
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von Blaugold, Grüngold undBraungolddie Weihrauchfäs-ser schwingen oderzwischen flammen-den Kerzen aufkostbaren Kande-labern die feierli-che Stunde durchdie Klänge der Or-gel begleiten. Inden Seitenfelderndieser Wand liegen
geschnitzte, mit Seidenkissen belegte Sitzbank ein, deren Rückenlehne sich zu einerblumenüberwölbten Stele aufreckt und ein feines schmales Holzrelief zweier um-schlungener Gestalten, der jungfräulichen Kunst und des sie schützenden Künstlers,umfasst; links und rechts von ihr spriessen auf dem türkisfarbenen Samt, der dieWände bekleidet, vier schlanke dunkle Lorbeerbäume in goldumsäumter Applika-tionsstickerei zu dem flachen oberen Bogen. Ihnen entsprechen in den Seitenfeldernder gegenüberliegenden Nordwand auf blassgelbem Grunde je vier Quellen undzarte aufwärtsstrebende Blumenbäume, während in der Mitte vor der gewaltigenSamtkrone eines Kastanienbaumes aus purpurbraunem seidenen Laub und lilafarbenenBlütenkerzen der grosse stolze Körper des Kamins aufragt, aus dessen Sandsteinfussdie flammenden Bronzen der Feuerung, aus dessen mit Goldblättchen verzierten tief-blauen Kacheln die vier herrlichen Mosaiken, die sakralen und profanen Kleinkünste
MELCHIORSIGNET DER
lechter:einhornpresse 1909
emaillierten Beschlä-gen geschmücktsind und in denSupraporten zwei— von Stichling mo-dellierte — Flach-reliefs in alter ech-ter Majolikatechniktragen. Das Mittel-feld der Südwandnimmt vor dem
Kreisrund einesblühenden Rosen-baumes eine reich-