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selbstherrliche Verein-fachung grosser Grup-pen durch den späterenMeister. Nach dem Jah-re 1892 ist das Studiumin Pastell- und Tempe-rafarben durchaus vor-herrschend geworden,weil sich in ihnen Leich-tigkeit und Schwere zustärkeren Gegensätzenbinden und aus ihnendie mühevollere Übungauch grösseren Reich-tum zu erzeugen ver-mag. Wenn wir vonihnen die Pastellstudi-en, die zu einigen Hun-derten in den westfäli-schen und märkischenEbenen, den Alpen,Italien und auf den In-seln Elba und Ischiaentstanden sind (vgl.Abb. S. 6, zw. 14 u. 15,zw. 34 u. 35), nach je-nen inneren Willens-richtungen betrachten,so finden wir Bilder voneiner stillen Farbenge-bung, in denen der zwi-schen Tag und Abendstillstehende Atem derDämmerung aufgefan-gen und vor deren Ruhenur der unstillbare Tondes Herzens hörbar zuwerden scheint; anderehaben den duftigenZauber sommerlicherWiesen und Gärten,das scheinbar tausend-
farbige Wunder blühen-der Beete oder haltenden laubversponnenen
Brunnenwinkel desParkes in der Morgen-frühe fest (s. Abb. zw.S. 14 u. 15), auf dem einberückendes Spiel vonLicht- und Laubflim-mern, Schatten- undSpiegelflecken zu tan-zen und die siegrei-chen Augen des Tagesmit den versinkendenTräumen der Nachtnoch liebzukosen schei-nen. Wieder finden wirBilder, auf denen durchglühende Kontraste inscharfumrissenen For-men von Stämmen,grossen Blätterwedeln,Gittern, nahen Feis-und Mauerblöcken dieflockige Weichheit desPastells zu neuen ihmunbekannten Gluten zu-sammengepresst oderin der grossen Bewe-gung von Wogen- undWolkensturm gleich-sam gesprengt wird.Dunkle Tore, die leuch-tend überrankt sind,brechen einen weitenBlick ins Unbekannteauf, ein offenes Fenster,auf dessen Rand diesorgsame Zimmerpflan- ^chter^ze und das lesbar auf- aktstu-geschlagene Buch an ein glas-
j. • .... r- GEMÄLDE
die minutiöse hnge 1907