Druckschrift 
Gemählde der Kindheit und des häuslichen Glücks
Entstehung
Seite
142
Einzelbild herunterladen
 

142falle, der hier vom Felsen schäumt, und dannfriedlich das Thal bewässert, nichts sieht, alseinen Wasserfall, so erblickte ich hier oben indieser Grotte die freundliche Nymphe, die sichauf ihre nie versiegende Urne lehnt. Im me-lodisch=flüsternden Schilf, der jenen Teich um-giebt, erscheint mir die jammernde Syriur,die in Paus umschlingenden Armen verwandeltwird. Ich höre einen Schrei ein Faun hateine Oreade erhascht.Als Bav so in seinem poetischen Wahnsinnvertieft saß, nähert sich ihm ein schönes jun-ges Mädchen. Plötzlich springt der Dichterauf, betrachtet sie mit unverwandtem Auge,und geräth in Bewunderung und Entzücken überdie elegante Form ihrer Gestalt und den sanf-ten Ausdruck ihres Gesichtes.Wahrhaftig, rief er aus, die Täuschung istvollkommen. Ich sehe eine von jenen Gotthei-ten, mit welchen die Dichtkunst die Fluren