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Gemählde der Kindheit und des häuslichen Glücks
Entstehung
Seite
134
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134wollte, war er selbst furchtsam geworden, undkaum hatte er einige Schritte gethan, als ihmsein Muth gänzlich verließ. Das Bewußtseynseiner Ungerechtigkeit peinigte ihn, und er wag.te es nicht, den ängstlichen Blick zu erheben.Alles vermehrte seine Bangigkeit; das Tosendes Bachs zwiſchen den Felſen hin, das heiſereQuacken der Frösche, das klagende Schreien ei-ner Eule und dazwischen wieder die Pausen ei-ner grausenvollen Stille dies alles ergriffihn mit Entsetzen. Bestürzt und verwirrt kehr-te er um, und fand seine Schwester nichtmehr. Er lauschte, und hörte nichts, als dieſchäumenden Wellen der Schleuſe, die ſichlautbrüllend in einen weiten Teich stürzten.Zitternd, sich nun selbst verlassen zu sehen,rief er mit flehender Stimme: Luise, Luise,wo bist du! verbirg dich doch nicht vor mir!Meine Flucht war nur ein Scherz, und ich bingenug dafür gestraft. Ach, komm, komm,und verlaß mich nicht!