152Unterwegs war Luise ziemlich still, denn dieNacht stimmt unwillkührlich zum Schweigen.Doch fing sie bald mit schüchterner Stimmean: gewiß, die Nacht ist schoͤn! der Mond wan-delt dort oben, als hätte er sich verirrt aufseinem endlosen Pfade.Ja, erwiederte Herrmann mit anscheinen-der Treuherzigkeit, die Nacht ist schoͤn und helle,aber gesteh aufrichtig, würdest du dich nichtfürchten, wenn du allein wärst? Du bist glück-lich, mich an deiner Seite zu haben. — Horch!Mich dünkt, es rauscht etwas durch die Hek-ken? Ha, dort fällt ein Blitz vom hellgestirn-ten Himmel! wenn es der Vorbothe eines Ge-witters wäre! je nun, laß uns immer weitergehen; ich kenne keine Furcht. — Abersieh die kleinen Lichter dort im Bache!Ah, es sind nur seine kleinen, hüpfen-den Wellen, welche der Mond beglänzt.Jetzt sind wir nahe am Wasserfall. — Hörstdu, wie es rauscht? — Ach, wie finster auf
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