1071.XXXI.An ein junges Mädchen.Junges Mädchen, dein Rosmarinstraus er-hebt deine Schönheit; er schmückt dich mehrals die prachtvollsten Blumen. Ich sah dich,wie du mit freundlichem Wohlwollen zu je-nem Brunnen kamst, an welchem ein kleinesMädchen nicht hinaufreichen konnte. Ich saßdort unten auf der Wiese, unter dem Kranzevon Pappeln, und meine Augen folgten dir.Liebreich nahmst du dem Mädchen seinen Krugab, und fülltest ihn mit dem Wasser des Brun-nens. Ohre dich hätten die Schnitter desFeldes noch länger dürsten müssen. Du kehr-test zurück, als ob du nicht einmal Dank ver-dient zu haben glaubtest, aber das Mädchen
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