89Sobald morgen der junge Tag herauf-kommt, und die Blumen im Thau fun-keln, werde ich dann auf dem Hügel seyn,wo die Ranken des Weinſtocks, wie eine Blu-menkette, zwiſchen den Feigenbäumen ſchwebenund die Erſtlinge des Herbſtes zur Schau tra-gen. Sorgsam und mit behutsamer Handwill ich die goldenen Trauben auslesen und dieblauen Feigen, und sie in mein Körbchen aufWeinbeerblätter legen, die noch feucht vomThau sind. Dann winde ich eine Ranke desWeinstocks um den Rand des Körbchens, hän-ge es an meinen Arm, und eile nach Hause.Wie werden sich da der Vater und dieMutter freuen, wenn sie erwachen! Wie wer-den sie mir mit freundlichen Blicken undWorten diese kleine Liebe vergelten!Junge Zweige, biegt euch sanft unter mei-nen Fingern, und ihr, schützende Stauden,verbergt mich mit eurem dichten Laube vorden Blicken der Späher, damit ich ungestört
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