Allzurührende Erinnerungen! Ihr machtgegenwärtig meine Thränen fliessen! Ach, die-ser so gute Vater, diese so gefühlvolle Mut-ter, die ich grenzenlos liebte, wurden mir zugleicher Zeit entrissen. Eines konnte das andre nicht überleben. Ihr frühes Hinscheidenhat einen Trauerflor über die ganze Gegendverbreitet, die ihre Gegenwart erheiterte undihre Tugenden verschönerten. Meine Thrä-nen sollen auf den Rasen fließen, auf welchemsie mich so oft umarmten; und seufzend will ichdie Wiesen und die Schattengänge durchwan-deln, wo ich ſo oft an ihrer Hand hüpfte.Doch nein! Hier neben dir, alter Lorbeer,will ich meinen Gram aushauchen, die Erin-nerungen, die du in mir hervorrufst, stim-men mein Herz zu frommen Gefühlen. Michdünkt, euch hier wieder zu finden in diesenunvergänglichen Schatten, ihr theuern Urhe-ber meiner Tage! Eine ſaufte Täuſchung ge-währt mir auf einige Augenblicke den Genußeurer Gegenwart.
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