25der Hand, eine Strecke voraus hüpfte, undin der Freude ihres Herzens bald ein Lied-chen trillerte, bald mit Blumen und Bäumenplauderte. Aber ach! ihre Lust war von kur-zer Dauer. Aus dem Schooße des Gebürgeserhob sich eine kleine Wolke, die Vorläu-ferin eines Gewitters. Bald trieb der regenbringende Mittagswind dunkle Maſſen durchdie Luft, deren Schatten furchtbar über dasFeld hinflogen. Die Sonne verlosch, und wur-de bisweilen nur auf Augenblicke wieder sicht-bar; die Fluren entfärbten sich, und die ganzeNatur fing zu trauern an. Bang und ver-wirrt schmiegte sich Adeline an ihre Mutter,die ſo zu ihr ſprach:O meine Tochter! deine Seele gleicht nochdem heitern, wolkenloſen Himmel von dieſemMorgen. Vergiß nie, daß es nur einer klei-nen Wolke bedarf, um den ſchönſten Tag inNacht zu verwandeln, und die ganze Naturin Traurigkeit zu verſenken.
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