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Historia Juris Civilis Jvliacensivm Et Montensivm
Entstehung
Seite
109
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109An autem pro tertio appellari possit ans Hoffgericht quando Scabini der 316Haubtgerichter in causis infra summam quinquaginta aureorum rejectâ fori de-clinatoriâ se competentes pronunciarunt? vide Menoch. adipisc. remed. 4. num.822. Carpzov. disputat. historic. polit. juridic. disput. 1. cap. 6. posit 64. Ubi affir-nant appellari, ne jurisdictiones confundantur.Quarto fallit, ut prohibitus appellare à sententiis der Hauptgerichter infra317summam Edicti, possit nihilominus revisionem petere bey dem Hoffgericht zuOüsseldorff. Sicuti habet praeallegatum Edictum de anno 1578. vers. Jedoch sol-len die Partheyen. Cui concordat die Hoffsgerichts ordnung tit. 23. his formalibus:Nachdem in vergangenem 1578. Jahr durch ein offen außgekündigt Edict von denHaubtgerichteren in sachen / da die forderung / klag= oder Haubtsach / darumb derRechtstreit ist / unter fünffzig Goldgülden wehrt / an Jhre Fürstl. Gnaden oder de-en Rähte und Commissarien zu appelliren verbotten / sondern auff sichere maaß undziel den jenigen / so durch der Haubtgerichter Urtheil sich befinden und dessen bey vo-gen actis erfindliche Ursachen fürbringen theten / dieselbe sambt den acten in JhrerFürstl. Gnaden Cantzeley zu überantworten und Revision oder Syndicat zu bittengelassen / so soll es auch bey solchem Edict unabbrüchig gehalten werden. Gail. lib.f.135. num. 13Modus autem & ordo procedendi in causa revisionis hic est, primo318victa debet gravamina sua uno scripto comprehendere, nihil novi ve-quod in actis priorum instantiarum non reperitur, deducere, eademgravamina intra sex menses à die latae sententiae exhibere & pro revisio-upplicare, prout docent verba Edicti. Da einige Partheye beständig vermei-wolte / daß ihr durch nechter instantz Haubtgericht unrecht beschehen / und des-gegrundte / auch bey vorigen Acten erfindliche Ursachen hätte/ soll derselbigen al-Ursachen schrifftlich in unsere Cantzley überantworten / und umb Revision o-yndicat inwendig sechs Monathen von zeit gepfehlter Urtheil zu bitten zugelasDeinde pro re natâ decernitur revisio, & inhibetur judici à quo & parti, ne 315ius in causâ procedant vel attentent, expediturque desuper documentumsionis, tenore sequentiDemnach N. N. bey den Fürstlichen Herren Räthen eine Supplication vorbracht,nuß darin / wie auch bey den Acten erfindlichen Ursachen vermeinen wollen / daßmit der Urtheil durch Scholtheiß und Scheffen des Haubtgerichts N. amihme zu wider und für N. gepfelt und außgesprochen / zu kürtz und unrecht be-und derwegen umb zulassung der Revision, vermög Ihrer Fürstl. Gnadenunterdienstlich bitten lassen; so ist die Revision auf der Partheyen gefahr undsten zu geschehen / zugelassen / und wird zu dem euch / so wohl ermeltem Haubtals auch gedachten Opponenten Copey obermelter beschwernüssen unteremstlichem Gülich und Bergischen Hoffgerichts secret-Siegel verschlossen zugesandt /soll demnach das Haubtgericht gemeltem impetranten gegen zimbliche belohnunggelauffene Acta inwendig sechs Monaten von zeit gepfelten Urtheils anzurechnen /gen / und darauff beyde / das Hauptgericht und Opponenten nach empfangunges innerhalb zwey Monaten ihren beständigen gegenbericht / da sie einige hätten /wollen thun / und in die Fürstliche Cantzeley alhie überlieffern lassen / auff wel-an / was angeregt Edict mit sich bringt / erfolgen soll. Wir gebieten und be-len euch auch sambt und sonders hiemit / krafft unseres gemeinen gewalts / auchgericht und rechtswegen bey peen fünffzig Goldgülden / halb Fürstlichem Fisco undanderen halben theil obermeltem impetranten unnachläßlich zu bezahlen / daß ihrO iij