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Die Hochzeit auf dem Aventin : Trauerspiel in 5 Akten
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Cloelia.

O sie sind Viele, du

Ein Einzler nur, und warst so lang entferntVon Rom, und kennst die Männer nicht, die dirGehülfen wollen sein beim großen Werk.

O Liebster, wenn es wahr, daß du mich liebst —

Gajus.

Genug der Worte unsres klugen VettersAus meiner thörigen Liebsten Mund! Ja, GroßesSoll hier zu Nacht geschehn; von meinem GangBin ich mit guter Kunde heimgekehrt.

So schmücke fröhlich dich zum Fest. Ein GastWird kommen, der die andern alle aufwiegt,

Und wenn er dir gehuldigt, wird der ThronDer Welt zu hoch nicht sein für Gajus' Weib.

Denn dieser Welt, die in den Schlamm der LüsteVersunken ist, will ich die Perle zeigen,

Die ich aus unscheinbarer Muschel brach.

Der Erdkreis sah, wie Kaisertöchter schamlosDurch niedre Denkart ihr Geschlecht entehrten;

Nun soll er vor dem Sklavenkind sich beugen.

Das trotz des Brandmals seine Stirn getrostZum reinen Himmelslicht erheben darf.

(zieht sie an sich, küßt sie auf die Stirn.)

Komm! thun wir unsre Pflicht, ich als der Herr

Des Hauses, du als die Erkorne, die

Den Fluch von diesem Hause lösen soll! (ab „ach links.)