ze von zusammengehörigen Kenntnissen selbst, (ob-jektive genommen) oder die philosophische Kennt«niß von diesem Ganzen (subjektive genommen).
1. An merk. Im letzter« Falle heißt man sie jedochlieber Gelehrsamkeit, Einsicht u. s. w. als Wis-senschaft, wiewohl auch im erstem Falle noch Ge-lehrsamkeit statt Wissenschaft gebräuchlich ist.
2 . Anmerk. Ueberhaupt ist man in den Benennun-gen der Wissenschaften noch sehr schwankend.G» sagt man z. B. Rechtswissenschaft, Ar-reney wissen schaft, Cameral wissen schüft.Naturwissenschaft; aber umgekehrt nicht Got-teswissenschaft, sondern Gottesgelehrlsam-5 eit» die Philosophie oder Dernunstwissenschaft«brr hieß man lange Zeit weder Wissenschaft nochGelehrsamkeit, sondern Weisheit, nämlichWeltweisheit.
Erklärung der Ausdrücke.
i) Wissenschaft selber kommt her von wisse»,so wie reientia von rcire. Wissenschaft von et-was haben ist eigentlich nichts mehr und nichtsweniger als Nachricht von etwas haben, oderetwas wissen. Ich weiß nichts davon, oder ichhabe keine Wissenschaft davon, ist einerley.Gerade so sagt auch der Lateiner roire »liguill,und vabere» oder teuere ecientiam aUcuius rei.
Nach und nach erst gebrauchte man dieses Wort ineinem weit Hähern Sinn für den ganzen Umfangirgend eines Fachs -er Gelehrsamkeit, und inso fern heißen alsdenn die Wissenschaften nichtreieati-e, sondern sind dasjenige, was der Latei-ner literae, oeer vielmehr äieciplinae nennt.
r) Historische und philosophisch« Kenntnisse sind sehrvon einander unterschieden»