wäre ick nich böse driber jeworden, wenn uns des Berliner Publi-kum aus der Singakademie raußer geschmissen, wenn es uns andie Luft gesetzt hätte.
Brenn ecke. Bruderherz, vorgespukt hat et schonst.
Ein Mann aus dem Volke. Watt noch nich is, kannnoch werden.
Viele Stimmen (durcheinander). Kommt noch! Kommt noch,mann nich hitzig.
Ein privilegirter Aufwiegler (zu Nante). Sie habendoch hoffentlich gegen die Minister gestimmt?
Nante. Wenn es von mir abhinge, da ließe ick reene Bahnefegen. Erscht die Minisierbank mal abgcschauert, un denn den jan-zen Saal ausfegen. Et is seit den 23. Mai drinne schonst sehrdreckig geworden.
Viele Stimmen. Bravo! Bravo!
Aufwiegler. Da haben Sie vollkommen Recht, HerrNante!
(Viele Stimmen schreie» auf einmal durcheinander):
Nante reden, Nante, Rede halten.
Brennccke (zu Nante). Jetzt, Bruder, leg los. Verzähle unswie es drinn jekommen is.
(Man hört den mehrfachen Ruf: Ruhe! Kurze Pause. — Stille!)
Nante (der auf eine hinter ihm befindliche Bank gestiegen, ȟt Pathos):
Meine Herren! Der heutige Dach is vor de Jeschichte Preußensvon sehr hohe Bedeitung; der heitige Dach kann sehre schlimme,sehre beklagenswcrthe Folgen nach sich ziehen. Trotz dem wir Ruheun Frieden wollen, is des Ministerium schonst Widder mal Karnickelgewesen. Bevor ick jedoch fortfahre, meine Herren, — in meineRede nämlich, -- muß ick mir, um alle mögliche Mißverständnissevorzubiegcn, dagegen verwahren, mir nich etwa vor den Abgeordne-ten von Wirsitz zu halten. Sehen Sie mir recht an, meine Her-ren ! Ick drage kcenen Schnauzbart, un habe ooch kecnen rotheu Ad-lerorden ins Knopploch. Ick bin der schlichte, eenfache DeppendirteNante aus dem Vogtlande, Mitglied des ehemaligen Speditions-geschäfts Gebrüder Wänkdöh! Zeitverhältnisse un Polizei haben das