Druckschrift 
Der Kurfürst in Hückeswagen, oder: Das Maifest : ein Schauspiel in drei Abtheilungen
Entstehung
Seite
100
Einzelbild herunterladen
 

100

da warf er mick, daß ich die Beine gegen das Firma-ment kehrte und mir der Helle Tag verging.

Krupp. Und als ich »achgriff und die Anderndrauf losgingcn, da regnete es Prügel und hagelte eSSteine von allen Seiten. Das vertrackte Webcrvolkund die Hammerschmiede hantirten, als ob sie unS dieheilige Tauf' vom Kopfe wollten schlagen. Ja, hätt'ich mit meinem Säbel keine Gasse geschnitten, Gottweiß, ob ich davon gekommen wär'. Hab' auchManchem das Maul weiter geschlitzt und etliche Ohrenhat man anflescn können. Daß uns aber der saubereVogel entwischt ist, das thut mir weher, als alle Lö-cher und Beule», die mir das verdammte Nebcllcnpackin den Kopf geschlagen.

Waibel. Als der Schatten entwischt war, daließen die Nebeller uns gehn. Das zeigt doch, daßdas Bürschlein einen Stein im Brette hat bei demBürgerpack.

Spi erlich. Der verdient's auch. Das ist soein tugendsamer, freundlicher und lieber Herr, und dannvon wegen des Fräuleins. Die Sache ist weltkundigin der ganzen Freiheit Hükeswagen.

Waibel. Pfui! daß der gegen Gesetz und Na-tur so gefrevclt und als ein bürgerlicher Lump einemhochadeligen Fräulein den Hof macht?

Spi erlich. O! geh' Er mir mit seinem Schnick-schnack, Herr Sandrcnter. Da sitzt Er auf einem fah-len Pferde. Als wenn die Frau Spierlich das nicht