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Der Kurfürst in Hückeswagen, oder: Das Maifest : ein Schauspiel in drei Abtheilungen
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«ahr. Fragt Ihr aber so einen Gelehrten: wo da»Leder herkommt? so sagt er: vom Gerber. An denOchsen denkt er nicht, und viel weniger an den, derden Ochsen und die ganze Arche Noah voll gemachthat. Er, Krupp, lachte darüber, daß ich heute Mittag da»„Aller Augen warten auf Dich" gesprochen habe undsagt, das schicke sich nicht, das sei außer Mode gekommenund nicht vornehm. Da ist aber auch die Sau vornehm,wenn sie sich sogleich über den Trog hermacht. DerTeufel mags loben, ich lobe diese Mode nicht. Abermit dem Fluchen ist es anders.

Krupp. Das Fluchen gehört dem Soldaten,wie dem Fisch das Schwimmen, wie dem Eichhörnchendas Klimmen, wie dem Floh das Springen und demGlas das Klingen. Wie sollte man auch einem Rekru-ten etwas beibringen, ohne tausend Millionen SchockHimmelhunde, Teufel und Donnerwetter.

Spi erlich. Aber den Gottseibeiuns sollt' Ihrdoch aus dem Spiel lassen und die Leute lieber mit demGerichtsboten und Steuerdiener ängstigen. Die machenschon Schrecken genug.

Schröder. Wenn ein Soldat nicht fluchen sollt',was Donnerkeil sollt er zum Teufel denn anfangen?Er stand' da wie ein Fuhrmann obne Peitsche, wie einMehlbrei ohne Salz, wie Rüben ohne Schmalz. Ermüßt' sich den Schnurrbart lassen abrasiren und einenRosenkranz tragen wie ein Burger Deckenkrämer, derin Brabant herum haustrt. Donnerwetter! (Setzt sich).