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Der Kurfürst in Hückeswagen, oder: Das Maifest : ein Schauspiel in drei Abtheilungen
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schaffenen Weibsbild aber in der Seele weh, und Ermuß das in Zukunft sein lassen.

Waibel. Ja, die Spierlich ist eine rechtschaffeneFrauensperson, die man in Ehren halten soll.

Krupp. Thu' ich denn das nicht, Margareth,bin ich denn, zum Donnerwetter, nicht wie ein Lamm?Sie könnt' mich ja, zum Teufel, um den kleinen Fin-ger dreh'n.

Spierlich. Und dennoch flucht Er immer wie-der dazwischen und Er hat gestern so böse Redensartengegen mich ausgestoßen. Du lieber Gott, wie hat Ermich gestern gezankt!

Krupp. Das geht Alles um bessere Bekannt-schaft. Denk' Sie, was sich liebt, das neckt sich. Ichhörte ja erst, Margareth, daß Sie Wittib ist. Gesternmeint' ich noch, Sie hätt' einen Mann. Kennt Sie dennnicht das Sprüchwort vom Fuchse, der die Traubensauer schilt, wenn sie zu hoch hangen?

Waibel (klatscht in die Hände). Bravo, lieberKrupp, so ist's recht. Da streicht Er ans der rechtenSchnur. Soll ich noch die Freud' erleben, daß Ihr einPaar werdet! Ihr passt gar wohl füreinander. DieSpierlich ist noch eine angenehme Person in ihren bestenJahren, es war doch eine wahre Schande, daß sie inihrem betrübten Wittwenstande versauern sollte.

Spierlich. Du liebe Zeit! Was Er für Redenführt, Herr Waibel Sandreuter; wcnn's Euch beidennur Ernst war.