61
Krupp. Es ist jung Licht in den Flaschen. He,Frau Wirtbin! Wein! Wein! Wein!
(Schröder sieht nach der Taschenuhr, die er hcrvorzieht undaufdreht. Frau Spierlich bringt neue Flaschen.)
Spi erlich. Nun, das hat noch Abgang. DieHerren haben ein gut Gefälle.
Krupp. Nun, Recrut, Dir kommts wohl aufdie Minute an, daß Du auf das Ding da siehst. Einrechtschaffener Soldat darf keine Uhr bei sich Herbergenlassen. Denk' Dir, wie manche Kanne guten Weineskriegst Du dafür. Unser einem schlägt keine Uhr, unsschlägt der Tambour, wenn's Zeit ist.
Schröder. Diese Sacknhr ist ein Erbstück vonmeinem Großvater.
Krupp, Der hätte Dir besser ein Würfelspielhinterlasseu. Eine Sacknhr ist ein schlechtes Erbstück,ein todtes Kapital. Man sieht drauf mit Verdruß, daßman älter wird. Und alle Jahr sind's doppelte Zin-sen, die mau dem Uhrmacher für's Flicken und Reinigen«ussäckeln muß. Wer eine Uhr trägt, hat damit einSchuldkapital von 25 Thlrn. zu verzinsen. Mach', daßDu das Ding los wirst, kauf Dir Wein dafür undkuck lieber einem hübschen Weibsbild auf's Zifferblattseines Angesichtes.
Waibel. Ja Wein, Wein und aber Wein, Gottgrüß dich, du schönes Jungfräulein! (singt):
Ü666 gUUM doilUW,
, Lormm et sneunäurii.