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Der Kurfürst in Hückeswagen, oder: Das Maifest : ein Schauspiel in drei Abtheilungen
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Zweiter Auftritt.

Vorige ohne den Schulmeister.

Äser (mit Hut und Stock, im Begriffe fortzugehen).Gott befohlen, Herr Vetter; wie Absprache. DeinemSchwager hier überlassen wir die Abfassung der Bitt-schrift. Der Hartkopp ist damit einverstanden. Abergeschehen muß etwas. Die Gelegenheit möchte sobaldnicht wiederkommen. Wenn man das Kreuz in Hän-den hat, so muß man sich damit segnen. (Will fort.)

Börner. Ein Wort noch. Ueber die Punkt«sind wir ja im Reinen; erstlich: Herabsetzung in derGewinn- und Gewerbesteuer; zum Andern der Wegbaunach Cöln; zum dritten ein Gesetz gegen den Handelmit Enden und Dräumen, und zum vierten das Ge-läut auf Charfreitag.

Schatten. Die Steuerfrage ist ein kitzlicher Punkt,da wird's nicht helfen, weil der junge Kurfürst Geldbraucht; mit dem Geläut auf den stillen Freitag wird'sauch nicht geh'u, weil der Kurfürst Euch Protestantenwegen der neulichen Beschwerde der Lutheraner nachBerlin aussätzig ist. Den Wegbau aber und das En-dengesetz die könnt Ihr haben.

Äser. Nun, nun, wollen sehn, Herr Vetter,hilft's nicht, so schadet's nicht. Man muß bei derHand sein und das Eisen schmieden wenn's warm ist.Man muß sich rühren. Wer sich wehrt, der behält seinPferd, Herr Gevatter.