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Der Kurfürst in Hückeswagen, oder: Das Maifest : ein Schauspiel in drei Abtheilungen
Entstehung
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Von den vorgeführtcn Personen, von den geschildertenZeitverhältnissen, Thatsachen und Geschichtchen ist Nichts aus derLuft gegriffen, sondern Alles beruht auf geschichtlichem Grunde,wenn auch der Verfasser bei der Zusammenstellung in Ort undZeit sich einige Freiheit erlaubte. Manche Person, manchesGeschichtchen wird der Erinnerung begegnen und desto willkom-mener sein, wie denn auch die Heimatlichkeit den Reiz erhöht.

Auch verschiedenen vorgeführten Personen wird man Ach- ^tung und Freundschaft nicht versagen können, und zumal derKurfürst selber, der Gründer deutscher Hofbühnc, dessen Namehierzulande noch in dankbarem Andenken lebt, wird eine ange-nehme Begegnung sein. Er tritt hier 45 Jahre vor dem Endeseiner Laufbahn auf mit seiner Güte und Friedensliebe, aberauch mit seinen Schwächen, die ein unglücksames Familienver-hältniß zum Schaden seiner Unterthancn wuchern ließ.

Was das «»geflochtene Maifcst betrifft, so ist ihm dieGestalt und Beziehung, worin es ehedem am Niederrhein ge-feiert wurde, gelassen, und die alten Melodien sind dafür hervorge-sucht. Das Volkstümliche muß seine Freunde im Volke finden-

Die Hauptmängel des Stücks in Beziehung der Aufführung,können leicht durch Striche entfernt werden, denn die Verkürzungläßt das zur Zeit beliebte Häcksel der Handlung hervortreten.

Möge bei der Beurtheilung der Herausgabe auch dernähere Zweck derselben, unfern hagelbeschädigten Landsleutenein Scherstein der Unterstützung zuzuwenden, mit in Anschlagkommen.

Die Entstehung und die Widmung des Stückes anzudcutcnaber möge der Prolog, wie er bei der Aufführung gesprochenwurde, hier auch noch eine Stelle finden: