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Den s. Januar.
Wie wohl hat mir dein lieber Brief gethanJetzt verstehe ich erst, wie viel Kummer du ummich gehabt. Gestern hatte ich eine ernste Un-terredung mit dem Arzt. Ich fragte ihn aufdas Gewissen, ob mein Zustand heilbar sei. Ersagte mir, es sei ein organisches Herziibei, undsolche seien ja nie ganz zu heilen, aber durchgroße Vorsicht könne es sich noch lange hinziehen.Im günstigsten Falle ist es aber doch die Frageweniger Jahre.
Liebste Hedwig, du wirst begreifen, daß ichbei dieser Aussicht mit großer Sorge an Ellidenke. Was soll aus dem armen, verlassenenKinde werden? Ich weiß es in der That nicht,Hedwig, es sei denn, daß du dich entschließenkönntest, deine Stelle anfzugeben, um Mutterstellean meinem Kinde zu vertreten.
Es ist eine große Bitte, deren Erfüllung dirgewiß nicht leicht wird; denn ich weiß ja, wiegern du in dem Kloster lebst. Aber, Hedwig,wem könnte ich mein Kleinod auvertrauen, außer