Am Stiftungsfeste.
Bekränzt sind dieses Hauses heilge HallenMit frischen Blumen, die der Frühling rief.
Und frohe Lieder hören wir erschallen,
Ein Jubelton durchdringt die Herzen tief.
Was ist's denn, was die Blicke so verklärt,
Als sei dem Herzen Hochgenuß gewährt?
Der Stiftungstag der theuern Maurerhütte,
Wo wir am Wohl der Menschheit rüstig bann,Erglänzt uns wieder; und in unsrer MitteIst Dank und seelge Freude nur zu schaun.
Und aufsteigt heute zu des Himmels Höhn,
Für unfern Bund manch innigliches Flehn.
Wir denken still und liebend an die Braven,
Die treu hier bauten an der Weisheit Heerd,
Die ausruhn jetzt und manches Jahr schon schlafenTief unten in dem Schooß der Mutter Erd.
Wir wollen Ihnen Dank und Liebe weihn,
Was sie gebaut, es soll uns heilig sein.
Wir denken dran, wie manche Thal der LiebeEinst hier im Schooß Apoll's ins Leben trat,
Wie frisch sich regten edle MaurertriebeZu einer segensreichen Friedenssaat,
Wir schwören's, daß dies Lieb- und Eintrachtsband;Trotz Sturm nicht reißen soll in unsrer Hand.
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