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Maurerische Blüthen : Erzählungen, Reden u. Gedichte aus dem Freimaurerleben
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4. Kapitel.

Der Fromme.

Einige Tage nach dieser Unterredung ging es im Pfarr-hause nicht mehr recht fröhlich zu. Der alte Pastor saßoft stundenlang sinnend auf seiner Studirstube, oder gingmit seiner Tochter still im Garten einher. In dem Augederselben sah man mitunter eine Thräne. Oftmals schiensie auch mit sich zu kämpfen, um die Ruhe nicht zu ver-lieren, die sie im Gespräch mit ihrem theuren Vater be-wahren wollte. So still saßen sie auch einst in der Laube.Da trat plötzlich ein Bekannter, ein Stenerbeamter desnahen Städtchens heran. Er begrüßte den Pastor und seineClara mit äußerst freundlicher Miene; und als ihn derPastor eingeladen hatte, Platz zu nehmen, setzte er sich,bat aber noch tausendmal um Entschuldigung, daß er be-lästige. Er erzählte nun, daß er am letzten Sonntagein der Kirche gewesen sei, und jetzt komme, um dem HerrnPfarrer für die erbauungsreiche.Predigt zu danken.HabenSie denn auch die Hauptpunkte der Predigt herausgefühlt?"fragte lächelnd der Pastor.

Ich war so gerüht von der ganzen Predigt, daß ichmir die einzelnen Theile nicht habe merken können. Mirgeht gleich jedes Wort so sehr zu Herzen."

Der Beamte hatte dabei öfters nach der schönen Clarageschaut; aber seine schmachtenden Blicke bewirkten dasGegentheil von dem, was sie bewirken sollten. Sie gabvor, daß eine ganz nothwendige Hausarbeit auf sie warte,stand auf und ließ die Beiden allein.

Jetzt fällt mir Etwas ein," fuhr Schleicher (dennso hieß der Beamte) fort;Sie meinten, daß jetzt so