auf der Weser. 307
Nun wohl! wird mancher sagen: so wollen wir dieMusik den Ztaliänern, die Comödie den Franzosen, undden Patriotismus als eine Waare, die nirgends besser alsin England bezahlt wird, den Engländern überlassen. Wirwollen nach Bremen reisen, um den dortigen Kaufleutenden Sand in ihre Schiffe schieben zu helfen, welchen siefür Ballast einladen; wir wollen uns von den Franzosenzu Nantes auf die Sandberge fuhren lassen, welche dortam Hafen von den Bremern wieder ausgeschoben, undunter dem Tiktel: l^es prociuir» cie ?^1!elirnLno bekanntsind. Das wollen wir thun; Unser Phlegma schickt sichzu allem, warum nicht auch hierzu?
Allein der erste Anblick mag so ungünstig seyn wie erwill: so ist es doch für einen ehrlichen Mann hart, der-gleichen bittre Vorwürfe mit Gelassenheit anzuhören. Esist hart, sich auch des Vergnügens begeben zu sollen,dann und wann ein glänzendes Projekt zu machen. Wiewollen also immerhin in unfern Forderungen gegen diedeutsche Nation unerschrocken fortgchen, und solchemnachauch eine Korn-Handlungscompagnie an der Weser, dadergleichen jezt an der Elbe versucht wird, errichten; aufdem Papier, das versteht sich. Solte sie auch nur einbloßer Traum bleiben: so ist es doch angenehmer, guteals schreckliche Träume zu haben.
An der Oberweser hört matt Nicht selten klagen, daßdas Korn keinen Preis halten wolle, und im vorigen Jahre
U L galt
Der dadurch bezeichnest Begriff kömmt z» einer hinlänglichenIntuition; einer nenne mir aber einmal einen deutschen Gal-gen , der so bezeichnet werden könnte. Alles was be» uns aufdie Bühne kömmt, ist noch zur Zeit prouincial; und so wenigWien als Berlin und Leipzig haben ihren Ton zum National-ton erheben könne«.