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1 (1778) Patriotische Phantasien
Entstehung
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so viele Gesellen halten, als er will. 287

ses wollten sie dadurch verhüten, daß sie für jedes Amtdie Zahl der Gesellen bestimmten.

Unstreitig ist auch noch jczt dem Staate mehr an zwoFamilien als zween Gesellen gelegen. Der Geselle ziehtdem Staate keine Kinder, trägt keine Einquartierung,bezahlt wenig Schatzung, und fleugt bey dem geringstenUngewitter über die Mauer. Daher muß der Reichs-Abschied billig nach jedes Orts Umständen ermäßiget, undder Landesobrigkeit die Freyheit gelassen werden, es we-gen der Anzahl der Gesellen so zu halten, wie es das ge-meine Beste erfordert. In Hauptstädten, Seehävcnund überhaupt an allen Orten, wo für auswärtige Märktegearbeitet wird, ist es Thorheit die Anzahl der Geselleneinzuschränken. Wo aber der Meister ein Taglöhner ist,und ein Laglöhner nur den andern in Pacht hat, ist diegeringste Anzahl von Gesellen gewiß die beste.

XI.IX.

Haben die Verfasser des Reichsabschiedesvon i7Zl. wohl gethan, vaß sie viele Leuteehrlich gemacht haben, die es nichtwaren?

^!*s ist ferner gewiß, daß die Zünfte und Gilden unge-mein dadurch gelitten haben, daß sie nach dem jün-ger» Reichsabschiede, alle von irgend einem Pfalzgrafenehrlich gemachte Hurkinder und beynahe alle Geschöpfe,die nur zwey Beine und keine Federn haben, als Zunft-fähig erkennen müssen. Nach der seit einiger Zeit Modegewordenen Menschenliebe, und vielleicht auch nach uns-rer