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Schreiben des Herrn von H. ..
meine Ehre! Die Liebhaber der edlen Jägercy sindmiteinander ausgestorbrn. Ich wünsche, daß ich bcydeBeine zerbreche, wenn ich heute, Hubcrtustag, ein Horngehöret habe. Wenn ich das in meiner Jugend erlebt hätte:so würde ich solches für ein weit böser Zeichen, als fünfzigCometen, gehalten haben. Wo will das aber hinaus? Undwas will man zuletzt auf dem Lande anfangen?
Mein Vater, der lange in Ungarn gegen die Türken ge-dienet und sein Lederwerk, was er auf der Jagd brauchte, ,-ieftn Unchristen bey lebendem Leibe aus dem Baste genssenhatte, und gewiß die Welt kannte, pflegte mir oft zu sagen:Mein Sohn, bleib.der edlen Jägercy treu. Sie erhalt undvergnügt dich daheim; ehrt dich bey großen Herrn; dienetdir im Felde, und macht dir alle Bissen gut schmeckend Unddiese Lehre habe ich auf meine Ehre richtiger gefunden, alsalles, was ich mein Lebetage in Büchern gelesen.
Vier Jäger, ein gut Stück Rindfleisch und ein ehrlicherTrunk, darüber geht mir nichts. Was haben die für Ge-sichter gegen unsre gekräuselten junge Herrn und aufgethürmrten Pasteten? Ich komme alle Jahr für meine Sünte indie Stadt, und speise bey Hofe Da sitzt ein jeder als wenner aufs Maul geschlagen wäre. Von politischen Dingendürfen sie nicht sprechen. Aus Büchern schämen sie sich zusprechen. Lustige Histörgen sind gar aus der Mode. DieKomplimente si»d bald aus. Den Wein trinken sie aus Fin-gerhüten; und ein Böf alle Mode kömmt gar nicht mehrauf den Tisch Wenn ich mich dagegen erinnere, was zumeines Großvaters Zeit die Gesellschaften waren, wie ein
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