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1 (1778) Patriotische Phantasien
Entstehung
Seite
233
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Uttheil über die Packenträger. 2 zz

Ich denke nicht, daß durch dieses Urtheil über diePackcnträger sich jemand mit Recht beschwert erachtenkönne; denn daß man darinn

,) Diejenigen begünstiget, die uns ihre eignen Maa-ren, welche wir nöthig haben, mit der ersten Hand zu-hringcn, hat in so fern seinen guten Grund, als wirsonst der zweyten und dritten Hand unnöthig zinsbarwerden würden; daß man

2) den Vortheil der zweyten Hand, wenn eine Maareaus der ersten nicht zu haben ist, selbst zu gewinnen,und solchen einheimischen Unterthanen zuzuwenden suchet,jst der Klugheit gemäs; daß man

z) alles Hausiren mit Spitzen, gestickten Sachen rc.wobey die einfältigen Unterthanen überlistiget und nber-vortheilet werden, verbiete, ist um w nothwendiger, weilder Werth dieser Sachen nicht so gut als der Werth ei-nes Schneidemessers beurtheilet werden kann, und dasGeld was für wahre Bedürfnisse aus dem Lande gehet,nicht den zehnten Theil von demjenigen ausmacht, wasans Thorheitcn verwandt wird. Endlich und

4) wird ein mäßiger Ueberschlag zeigen, daß von hun-dert fremden Packenträgern, welche das Land belaufen,neunzig die nichts als fremde zusammengekaufte Maarenführen, zu Hause bleiben müssen. Die Leute so von ei-ner Quelle kommen, führen insgemein nur einerleyMaare, und es ist gar nicht schwer, sie zu unterscheiden,und dem Befinden nach, mit einem beständigen Geleits-briefe versehen.

Man will indessen doch die Gründe derjenigen, wel-che gegen dieses Urtheil etwas einzuwenden haben, gernvernehmen, und ihnen in der ferner» Appellations-In-stanz nicht allein Gehör, sondern auch Gerechtigkeit wie-derfahren lassen.

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