7v Klagen eines Meyers über den Putz :c.
einen freyen Kotten erheyrathet, aber 14 Tage nach der Hoch-zeit erfahren hat, daß feine Hausehre für Galanteriewaareqan Krämer und Packcnträger zvo Thaler schuldig wäre.Eie muß zwar dafür redlich büßen; und kömmt nicht andersals braun und blau zu Bette, so bunt sie auch zur Kirchegeht. Allein was ist einem ehrlichen Manne damit gcdienet,daß er seine beste Zeit, die er ruhig in, Kruge vertrinken.könn-te, mit Prügeln zubringen muß? Meine zukünftige soll, wieich hoffe, mir wenigstens einige Mühe in diesem Stücke er-sparen. Denn ich sehe, sie siehet mehr auf das wesentliche,und hat ihre Betttücher von feinem Drell machen lassen.Wie glücklich sind gegen uns die Kirchspiele auf der Heyde,wo der ganze Staat einer Hausfrau mit dreyßig Thaler be-zahlet ist! Allein ich höre auch, da lieben die Frauen Coffeeund Muscatwein, und die Männer trinken fleißig mit. Dasthu» wir hier nun nicht. Wir halten uns an gutes Bierund redliche Kost Allein der Putz unsrer Weiber ist die Zucht-ruthe des Himmels, womit wir weidlich gcstäuptt werden.Wenn man sic entbehren könnte, welch ein schöner Viehsta-pel könnte nicht dafür angelegt werden? Allein kaum ist dieeine todt: so nimmt man schon eine andre wieder. Es istfin wunderliches Ding,
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X.
Das Glück der Bettler.
H?eulich sah ich einen Handwerksmann mit seiner Frauenick» bereits um 4 Uhr des Morgens in seiner Werkstättea» der Arbeit Der Mann schien mir munter und zufriedenzu seyn, die Frau aber mit einer gewissen ängstlichen Eilfer-tigkeit ru spinnen. Ans eine kleine Warnung: sie wurde sich«ruf diese Weise überarbeiten; antwortete sie mit seufzen: Ach
ich