66 Gedanken über eine Weinrechnung.
mit sUmmerndcm Colorit beschwert. Das ganze Gewichtder Niedcrsächsischen Kreis-Generalität, welche in, Jahr r 626vor hiesiger Stadt war, und die Coadjutorwahl des kömgl.dänischen Prinzen unterstützte, wird durch jene Weinrech-nung ins Licht gesetzt. Man sieht leicht, daß der Herzog vonSachsen-Weimar das mehrste gegolten habe, weil er vier OhmWein bekommen; und um den historischen Charakter desPrinzen von Birkcnfeld fesizusetzen, darf man nur jagen: erwar ein Herr, der mit einem Faßgen von 58 L Maaß gernvorlicb nahm Der kaiserl. General Graf von Anhalt abermußte über die der Kreisgenerakitat wiederfahrenc Ehre, sehrerzürnet seyn, indem sein Zorn nicht anders als durch sechsOhm gestillet werden konnte; der Obrist Limbach ist nachAusweise der Rechnung, die Seele des Corps gewesen; undder Obrist Schepf ein Günstling des Herrn Generallieute-nants, indem er diesem seinen Ohm überlassen mußte. Soviele wichtige Schlüsse lassen sich aus einer Weinrechnungmachen.
Anlage.
Auf Beschluß der Stiftsstande sind nachfolgendeWeine aus eines Erbarm Raths Weinkel-ler gefürdert.
Anno 1626 dem Herrn Pfenningmeistern Arnold von derBurgk, verkauft ein Faß Wein, so dem Herrn General,Sachsen-Weimar ist verehret worden z Ohm, i Maaß.
Der Ohm 28 Thlr. t-clr 8; Thlr.
Den 8 und roten Martii. Dem Obristen Limbach sindden 8ken und roten Octob. verehret worden 2 Fäs-ser , haltend zusaminen 2 Ohm, 7 ^ Viertel.
Den 16 Martii Noch dem Hrn. General, Sachsen-Weimar, auf St. Gertrudenberg r Ohm, r D. 2 M.
Den