40
Sie ritten in einer kleinen WeileWohl vier und zwanzig Meilen.
Und da sie zu dem Wald »aus kamen,
Das Rößlein daS will Futter Han.
„ Feins Liebchen, hier wollen wir ruhen,
Das Rößlein das will Futter."
Er spreit sein Mantel ins grüne Gras,
Er bat sie, daß sie zu ihm saß:
„Komm Liebchen, du sollst mich lausen,
Mein gclbkrans Härlein durchzausen."
So manche Scheitel als sie lag,
So manche Thrän sie fallen ließ.
Er schaut ihr wohl unter die Angen,
„Feins Liebchen, was bist du so traurig?"
„Warum sollt ich nicht weinen und traurig sein,Ich bin ja des Königs sein Döchkerlein;
Hätt ich mcins Vaters seinem Rathe gefolgt,
Frau Kaiserin war ich geworden."
Kauni hält sie das Wörtlein auggesagt,
Ihr Häuptlein auf der Erden lag:
„Jungsräulein, hältst du geschwiegen.
Dein Häuptlein wär dir geblieben."
Er kriegt sie bei ihrem seidenen Schopf,
Und schlenkert sie hinter den Hollersiork:
„Da liege feins Liebchen und faule.
Um dich wird keiner trauern,