Der Dollmger.
(BÜschingo ÜLöchcntt. Ilachrichc. Bd. I. S,
Es reit ein Türk aus Türkenlans),
Er reit gen Regensburg in die Stadt,
Da Stechen ward; vom Stechen war ihm wvhl bekannt.Da reit er für des Kaisers Thür,
„Ist niemand hinn, der komm herfür.
Der stechen will um Leib und Seel, um Gur und Ehr,Und daß dem Teufel die Seele war."
Da waren die Stecher all verschwiegen,
Keiner wollt dem Türken nicht obliegen.
Dem leidigen Mann,
Der so trefflich stechen kann.
Da sprach der Kaiser zvrniglich:
„Wie steht mein Hof so lästerlich,
Hab ich kein Manu,
Der stechen kann
Um Leib und Seel, uni Gut und Ehr,
Und daß unserm Herrn die Seele ivärs"
Da sprang der Dollmger herfür, >- „
„Wohl um, wohl um, ich muß hiiisürAn den leidigen Mann, ^>,g niii,'.-
Der so srevlich stechen kann." ,,, !> , >
Sie führten gegen einander zwei scharfe Speer, ,,Das Eine ging hin, das Andre ging hex.
Da stach der Türk den Dvllingcr ab.
Daß er an dem Rücken lug.