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9!un flackert durch die HaideDer Lagerfeuer Brand;
Nun blitzt die krumme SchneideIn des Magyaren Hand:
Nun läßt er seine Heerde,
Nun schwingt er sich zu PferdeNun lehnt er am Verhau;
Und von den Eisensporn'genAusrauscht das Lied der zorn'genDonau, der Haidefrau,
Sie jauchzt in ihren Borden,
Sie schwillt vor Stolz und Wuth:„Glück aus! ihr braunen Horden,Du heißes Ungarblut!
Ihr Hirten und ihr Jäger,
Ihr wilden Zimbalschläger,
Ihr Geiger unverzagt!
Ihr die ihr als die LetztenZur Schlacht mit dem zerfetztenPanier der Freiheit jagt!"
„Verrathen allenthalbenVerrathen und schimpfirtHabt ihr es auf die FalbenUnd Rappen euch salvirt!
Vom Roß empor gehalten,
Bluteis in seinen Falten,
So trägt es der MagyarSo läßt er breit es fliegen,
So läßt er es mit SiegenEinweihn das neue Jahr!"
„Seht her doch, ihr nach Westen!Ein Volk noch in der WeltDas trotzig mit der festenStahlhand am Aufruhr hält!
Im fernen weiten OstenDer Freiheit Außenposten,
Sie schlagen jetzt die Schlacht,
Die, heiß zurück sich wälzend,Jedwede Kette schmelzend,
Auch euch zu freie macht!
„Hört ihr der Hörner Gellen,
Hört ihr der Rosse trab,
Seht ihr die blut'gen Wellen? —Das ist der Kampf bei Naab!Vorwärts ihr zott'gen Reiter!Vorwärts Kossuth mein Stellet!So klingt der Donau Schrei;
So wälzt sie sich mit GrollenHinab durch ihre SchollenZur schläfrigen Türkei.
Mitte August 1849.
D' / ^ ^.
F. Freiligrath.