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1 (1928) Die Familie Hertmanni
Entstehung
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VIII.

Das Hertmanni'sche Familienwappen.

Das Stammwappen der Hertmanni's zeigt in Silber einen roten nachrechts springenden Hirsch von drei blauen Sternen begleitet, einen gekröntenHelm mit einem silbernen und einem roten Flügel, zwischen denen ein blauerStern sich findet. So findet sich das Wappen auch in von der Ketten, KölnerStamm- und Wappenbuch, als das Wappen des alten Michael Hermantz ge-zeichnet (vergl. Bild S. 56 f). In dieser Form findet es sich auch auf der Grab-platte des Kanonikus Johann Wilhelm Hertmann: (S. 33) vom Jahre 1712in schwarzem Marmor in der Kirche St. Maria in der Schnurgasse zu Kölnneben einem Seitenaltar an der Südwand.

Die im Düsseldorfer Staatsarchiv ') noch ziemlich zahlreich vorhandenenSiegelabdrücke in rotem Siegellack zeigen stets wieder dieses Wappen, dochspringt hier der Hirsch abweichend von dem alten Stammwappen stets nachrechts. Im Kölner Stadtarchiv -) findet sich die Beglaubigung eines Schrift-stücks der Familie von Seyboldsdorf durch F. A. Hertmanni ch Caesareapublicus juratus et in oanaellaria electoral: auliaa Loloniensi immatrieula-tus vom 5. Dezember 1765. Hier ist auch noch das alte Stammwappen aufSiegel zu sehen, das zudem noch die Umschrift trägt: laste et non ckolose(Gerecht und ohne Hinterhalt).

Als im Jahre 1715 Wilhelm Joseph geadelt wurde, erhielt er ein anderesWappen. Dasselbe ist in drei Felder geteilt. Das obere linke Feld hat 12 sechs-eckige goldene Sterne auf blauem Grunde, oben 3, dann 4, dann wieder 3 undzuletzt 2 Sterne. Das rechte Feld hat auf rotem Untergrund einen grünenSchild. Im unteren Feld ist in Silber auf grünem Schildesfuß ein flüchtigerroter Hirsch mit goldenem Geweih von blauen Sternen begleitet, oben 2Sterne, unten einer. Das Wappen ist gekrönt von einem Helm mit rechts rot-silbernen, links blaugoldenen Decken; über ihnen ein blauer und ein silbernerFlügel, zwischen denen ein Hirsch emporwächst. Dieses Wappen soll sich aufeinem Ölgemälde in Brüssel, lAusee Royal cke LelZique, Die Messe des HI.Gregorius Nr. 106 auf Holz (Höhe 1,58 m, Breite 1,10 m) befinden.* *)

Endlich wird das freiherrlich Hertmanni'sche Wappen wie folgt beschriebenunter Zugrundelegung des Diploms vom 19. Juni (3. 7.) 1741°):

Ein dreifeldiges Schild, in dessen ersten oberen Teile ein goldenes Schildin rotem Felde, im zweiten oberen Teile 12 sechsspitzige goldene Sterne inblauen Felde, im dritten unteren Teile ein roter flüchtiger oben mit 2 undunten mit einem sechsspitzigen goldenen Sterne umgebener Hirsch in weißem

') Familienkunde Abt. Hertmann:.

2 ) Genealogia II Stock Rep.

') Siehe S. 175.

*) E. Firmenich-Richartz, Kölner Künstler S. 1178h Berndt Wappenbuch der preuß. Rheinprovinz, Bonn >835, I-V No. 109.