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Ob Johann Wilhelm tatsächlich Priester geworden ist, kann nichtmehr festgestellt werden. Der Empfang der Tonsur allein beweist nochnicht, daß der Betreffende nachher auch wirklich Priester geworden ist.So hat z. B. auch der 1735 geborene Friedrich v. Hertmanni —/6Z4—anfänglich Theologie studiert und auch die Tonsur erhalten, hat dannaber mit 39 Jahren geheiratet. Ob Johann Wilhelm etwa frühzeitiggestorben ist, oder ob er sonst einen anderen Beruf ergriffen hat,können wir nicht angeben. Im Jahre 1707 wird ein Johann Hert-manni als Taufzeuge in Eupen erwähnt. Ob das unser Johann Wil-helm war oder sein Pater Johann, bleibt dahingestellt.
4668 4. Cornelius Joseph. Wann und wo er geboren, wissen wir nicht.
Wir können annehmen etwa 1690 in Vochem. Cr wurde Bürger-meister, oder, wie sie damals hießen, Schultheiß der Stadt Brühl.Uber die geschichtlichen Verhältnisse dieser Amtszeit des Corneliuswolle man die Ausführungen bei Johann Gabriel (Seite 265)Nachlesen, der zu derselben Zeit Amtsverwalter in Brühl war. Eswar die Zeit des Wiederaufbaues der Stadt Brühl.
Auf Grund einer Verordnung des Kurfürsten Clemens Augustvom 24. 7. 1734 mußte er in den Streit des Stiftskapitels von St.Ursula zu Köln mit der Pfarrkirche in Brühl eingreifen. Das Kapitelhatte entsprechend dem Zehnt- oder Gewohnheitsrecht für das Schiffder Brühler Kirche aufzukommen. Da es trotz wiederholter Ermah-nungen seit dem Jahre 1727 sich weigerte, für die Reparatur desschadhaften Schiffes und Daches der Kirche etwas zu tun, ließ Corne-lius Joseph bei den Zehntpächtern des Stiftes in Vochem die Pachtbeschlagnahmen. Hieraus entspann sich ein Rechtsstreit, welcher imJahre 1745 noch nicht erledigt war und wohl später nicht weiter ver-folgt wurde, da der Pfarrer und die Kirchmeister von Brühl die Re-paraturen zwischenzeitlich vorgenommen hatten, um die Kirche über-haupt zu erhalten. H
Cornelius Joseph war zweimal verheiratet. In erster Eheheiratete er, wohl im Jahre 1725, Elisabeth Knott. Allem An-scheine stammte sie aus Brühl. Wir wissen von ihr nichts Näheres, nurdaß sie die Tochter von Bernhard Knott war und ihrem Mann4 Kinder geschenkt hat:
4669 s. Bernhard getft. 26. 10. 1726 in Brühl: ,,Ootoller 26. lluiu8 a
me llaptiLatu8 est Lernarcius, I). Lornelii llsrtmanni et llüi8a-lletllae Knot« ooniuZum letzitimus kiliu8, euiu8 patrinus tuitLernaräim Knott oivi8 Drüleimm et paterpusrpera matronaDomina ^.ciellleiäis von Ke88sl8 viclua Hertmanni in Vvollem,ouiu8 viee8 snpplevit Oertruäw Locllenw uxor Soclelricii llan-Zen8, Loallini Lrülsnsis."
Der Pate Bernhard Knott war wohl der Vater der Mutter, diePatin die Großmutter —466/—. Höchstwahrscheinlich ist dieser
') Rosellen, Geschichte des Dekanats Brühl S. 1064.
Kirchenbücher kath. Pfarre Brühl beim Standesamt Brühl.