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E/ Johannes Hertmanni 1660—1714.
Er war das jüngste Kind oes Geh. Hosrats Dr. Johannes Michael und derAnna Blanckenberg, und ist als solcher zu Köln am 14. November 1660 in derKirche i^arias ack InäuIZentias getauft. Don dieser Kirche ist heute nur nochein Stück des Chors vorhanden. Sie befand sich nördlich der Gereonstraße amMariä-Ablaßplatz. Die Taufurkunde hat folgenden Wortlaut (K. Kb. ^lariaack InckulZ. 2b)
?arente8: ckoannss i^liebael Deermann Doctor et ^.nna Llanallenbergconiunx
14. blovembrl8 ckoanns 8 -V n ck r e a 8
Unten: ckoLnno8 ?el8er et uxor ampeli88imi D. cons-ulw ä l^lulksim
Domina Okri8tinÄ Onil.
Die beiden Paten sind uns nicht bekannt. Wir erinnern uns aber, daß einBruder der Anna geb. Blanckenberg mit einer Pelser bezw. Peltzer verheiratetwar (Siehe S. 38). Eigentümlich berührt es uns, daß in dieser Urkunde derFamilienname Heermann geschrieben ist. Denselben Irrtum des eintragendenPfarrers — denn nur um einen Irrtum kann es sich hier handeln — findenwir auch in der Taufurkunde des Johannes Michael vom Jahre 1659. (SieheSeite 164.)
Uber den Lebenslauf dieses Ahnherrn der Brühler Linie sind wir nur sehrdürftig unterrichtet. In der genealogischen Zeittafel des von der Ketten (inKöln) wird er bezeichnet als Schultheiß zu Schwadorf. Wir haben gewißkeinen Grund, diese Angabe irgendwie zu bezweifeln. Aber wir finden inkeiner einzigen Urkunde etwas davon erwähnt. In den Kirchenbüchern findenwir seinen Namen nur zweimal angeführt, das erste Mal bei seiner Trauung inder Kirche St. Aposteln zu Köln am 17. 1. 1685, und das zweite Mal bei derTaufe seines jüngsten Sohnes am 27. 11. 1704 in der Kirche St. Christoph inKöln. In beiden Urkunden wird er als in Bochem bei Brühl wohnhaft bezeich-net. Die Taufurkunden der übrigen Kinder sind nicht mehr auszusinden, wederin den Kirchenbüchern zu Brühl, noch zu Vochem, noch zu Schwadorf, dieBücher sind eben nicht mehr vorhanden. Aber wir dürfen doch wohl darausden Schluß ziehen, daß Johannes wenigstens bis zum Jahre 1704 das Gut„Herrenhof" in Vochem verwaltete, das ihm als Eigentum gehörte.
Nach 1704 mag er dann Schultheiß in Schwadorf geworden sein.Schwadorf, das etwa 3 Kilometer südlich von Brühl gelegen, heute einkleines Dorf von etwa 500 Einwohnern, mag damals von größerer Be-deutung gewesen sein. Eine Burg befand sich daselbst, 1694 ging sie aus demBesitz des Freiherrn von Schall in die Hände des Freiherrn von Erlenkampüber. Landesherr war der Kölner Kurfürst, bis 1688 Erzbischof Max Heinrichund von da ab Erzbischof Joseph Clemens, beides bayrische Herzöge. Mit dem